„Freue mich auf den Start“

Neu-Husky Kirsch heiß auf Einsätze in Ravensburg und gegen Kaufbeuren

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Konzentriert vor dem Debüt: Huskies-Neuzuang Justin Kirsch im Training.

Kassel. Hinter ihm liegt eine spannende Woche: „Es ging alles ziemlich schnell“, sagt Justin Kirsch. Am Montag verabschiedete er sich beim Eishockey-Zweitligisten Frankfurt, am Dienstag schon stand er mit seinem neuen Klub, den Kassel Huskies, im Training auf dem Eis.

Am heutigen Freitag gibt er sein Debüt im blau-weißen Dress beim Auswärtsspiel in Ravensburg. Und am Sonntag werden ihm die Huskies-Fans vor der Partie gegen den ESV Kaufbeuren in der heimischen Eissporthalle sicherlich einen warmen Empfang bereiten (17 Uhr). „Ich bin mit offenen Armen aufgenommen worden und freue mich jetzt auf den Start in Kassel“, betont Kirsch.

Dass er ausgerechnet vom südhessischen Erzrivalen kommt, und das auch noch während der Saison - für seine neuen Mitspieler war das kein Thema, erklärt Husies-Cheftrainer Rico Rossi. „Das ist das Tolle an unserer Mannschaft. Sie nimmt jeden gut an“, betont er. Kirsch ergänzt: „Klar, mit Frankfurt hier in Kassel zu spielen, das haben wir nicht besonders gemocht. Aber aus den Derbys kenne ich die tolle Stimmung in Kassel. Auch darauf freue ich mich.“

Vorfreude ist also das vorherrschende Gefühl bei den Huskies in diesen Tagen. Auch, weil Rossi sagt: „Ich bin gespannt auf Justin.“ Er erklärt aber auch: „Taktisch spielen wir ganz anders als Frankfurt. Das ist für ihn schon eine Umstellung.“ Kassel ist nach Frankfurt (59 Spiele, 12 Tore, 27 Vorlagen) die zweite Station in Europa für den 23-jährigen Deutsch-Kanadier. Er fällt trotz seiner Jugend ins Kontingent der maximal 15 einsetzbaren Ü-23-Spieler, weil er - wie Jens Meilleur - als eingebürgerter Akteur noch nicht zwei volle Jahre in Deutschland lebt und nicht fürs Nationalteam spielberechtigt ist. Deshalb auch haben ihn die Löwen abgegeben.

„Es hat sich die Gelegenheit ergeben, nach Kassel zu kommen. Da musste ich nicht lange überlegen. Ich will zeigen, was ich kann.“ Die Huskies wiederum zögerten nicht lange und sicherten sich die Dienste des 1,88 Meter großen Stürmers, der über die Flügel angreifen soll. „Er hat einen super Schuss“, lobt ihn Rossi, während Kirsch auf die Frage nach seinen Qualitäten hinterherschickt: „Man sagt mir nach, ich sei sehr schnell. Ich will alles geben, damit das Team gewinnt und helfen, damit wir uns verbessern.“

Seit Dezember 2014 ist er in Deutschland, hat seit Sommer einen deutschen Pass. Den hat er seiner Oma mütterlicherseits zu verdanken, die nach Kanada auswanderte. „Ich bin allerdings mehr Kanadier als Deutscher“, erklärt Frohnatur Kirsch. „Ich bin gesprächig und bekomme oft zu hören, dass ich ein ganz angenehmer Zeitgenosse bin.“

Schon als vierjähriger Knirps entdeckte er seine Liebe zur Puckjagd. Sie wurde größer, je älter er wurde. Logisch, dass es bei der Berufswahl nur eine Möglichkeit gab: Eishockeyprofi. Der ist er nun. Und wenn er mal gerade nicht auf dem Eis unterwegs ist, spielt er gern Gitarre. „Allerdings lieber für mich. In der Kabine muss ich nicht singen“, sagt er und lacht. Wieder einmal. Und vielleicht hat er ja auch heute Abend gut lachen, sollten seine Huskies bei seinem Debüt gleich einen Erfolg feiern.

Vor dem Spiel: Valenti fällt aus

Gegner: Ravensburg Towerstars, Eissporthalle Ravensburg, 20 Uhr

Lage bei den Huskies:  Neben den Verletzten Florian Proske und Eric Stephan fällt nun auch Sven Valenti aus. Der Verteidiger hat im Training eine Verletzung des Unterkörpers erlitten, wie Trainer Rico Rossi es am Donnerstag erklärte. Wieder zurückgemeldet im Training hat sich nach überstandener Grippe Stürmer Adriano Carciola. „Er wird weniger spielen“, sagt Huskies-Cheftrainer Rico Rossi. Als zweiter Torhüter fährt Kassels Eigengewächs Felix Michel mit nach Ravensburg.

Über das Spiel: „Die Towerstars waren schon in der vergangenen Saison sehr heimstark. Es wird ein hartes Stück Arbeit. Wir müssen hinten sicher stehen, um überhaupt eine Chance zu haben“, sagt Rossi.

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