Krefelder Förderlizenzler Patrick Klein mit starkem Debüt im Huskies-Tor

Kassel Huskies: Ein Neuer als Rückhalt

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Konzentriert, die Fanghand offen: Torwart Patrick Klein mit Verteidiger Esa Lehikoinen und dem Rosenheimer Christian Neuert (von rechts). 

Kassel. Erschrocken waren am Sonntagnachmittag nur die Fans der Huskies. Denn Markus Keller, wertvollster Spieler der vergangenen Playoffs, saß in Hemd und Jacke auf der Tribüne. Im Kasseler Kasten stand ein anderer - und es war auch nicht die Nummer zwei bei den Torleuten, Mirko Pantkowski.

Der da plötzlich das blaue Trikot mit der Nummer 49 trug, aber einen gelb-schwarzen Helm, heißt Patrick Klein und agierte alles andere als erschrocken. Ruhig, konzentriert und erfolgreich erledigte der 22-Jährige seinen Job, wehrte 27 von 30 Torschüssen ab und war beim 4:3 (1:0, 1:1, 2:2) gegen die Starbulls Rosenheim einer der Garanten dafür, dass im vierten Saisonspiel der erste Dreier eingefahren wurde.

„Wir haben die ersehnten drei Punkte, da ist egal, wie viele Gegentore wir kassiert haben“, bilanzierte später Patrick Klein, der schon eine Woche zuvor seinen Vertrag unterzeichnet und am Samstag erstmals in Kassel trainiert hatte. Geboren in Duisburg, sportlich groß geworden bei der Düsseldorfer EG, zählt der einstige Junioren-Nationalkeeper seit 2014 zum Kader der Krefeld Pinguine. 33 DEL-Einsätze hat er auf dem Konto. „Und jetzt freue ich mich, dass ich in Kassel die Chance bekomme, Spielpraxis zu sammeln.“

Das ist möglich per Förderlizenz - obwohl Kassel mit Mannheim und Krefeld mit Rosenheim kooperiert. Bei den Feldspielern. Bei den Torhütern sind weitere Verbindungen möglich. So kann der Mannheimer Florian Proske, der Ex-Kasseler, nun per Zweitspielrecht auch für Frankfurt auflaufen.

Patrick Klein jedenfalls hat ein starkes Debüt im Huskies-Trikot gezeigt, stand weitaus mehr im Fokus als der solide Verteidiger Drew MacKenzie bei seiner Heimpremiere. „Er hat Ruhe und Sicherheit ausgestrahlt“, war Trainer Rico Rossi zufrieden. „Mit Patrick haben wir einen dritten guten Torwart und mehr Tiefe im Kader.“ Er soll rascher als Jimmy Hertel in der vergangenen Saison nun auf mindestens fünf Einsätze mit mehr als 300 Minuten kommen, um in den Playoffs spielberechtigt zu sein.

Dank Klein also und dem mit allen vier Treffern überragenden Sturmtrio Jack Downing (17., 59.), Manuel Klinge (34.) und Braden Pimm (43.) haben die Huskies die Kurve gekriegt. Zum besten Saisonstart, wie Trainer Rossi zunächst dachte, hat es zwar nicht ganz gereicht (Hintergrund), „aber mit unserer deutlich stabileren Defensive war dieses Spiel heute ein großer Schritt nach vorn“. Nur die Schnitzer seiner Huskies, die Rosenheim die Gegentore fast aufgelegt hatten, trübten ein wenig die Freude über Patrick Kleins guten Einstand.

Hintergrund

Die Saisonstarts der Huskies in der DEL2 

2016: 5 Punkte / 9:17 Tore

Frankfurt - Kassel 4:5 n.V.

Kassel - Bietigheim 0:8

Kaufbeuren - Kassel 2:0

Kassel - Rosenheim 4:3

2015: 4 Punkte / 14:16 Tore

Kassel - Frankfurt 1:3

Ravensburg - Kassel 6:4

Kassel - Bremerhaven 6:5 n.P.

Kaufbeuren - Kassel 2:3 n.V.

Danach folgten vier Spiele mit 10 von 12 Punkten.

2014: 6 Punkte / 19:15 Tore

Kassel - Weißwasser 4:5

Bietigheim - Kassel 5:3

Bad Nauheim - Kassel 3:5

Kassel - Ravensburg 7:2

Es folgten ein 0:2 beim SC Riessersee und drei Siege.

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