Schlittenhunde schaffen mit hart erkämpftem Sieg die Wende

3:2-Heimsieg gegen Dresdner Eislöwen: Huskies stoppen Negativserie

Kassel. Durchschnaufen bei den Huskies, denn das war richtig wichtig. Nach vier Niederlagen in Serie stoppten Kassels Eishockeyspieler ihre Negativserie mit einem schwer erkämpften Sieg. Gegen die Eislöwen aus Dresden hieß es nach einem rasanten Spiel 3:2 (1:1, 2:0, 0:1).

Die Huskies begannen wirklich druckvoll. Der Wille, die Wende zu schaffen, war von Beginn an zu spüren. Sie setzten Dresden unter Druck. Sie erspielten sich früh erste Chancen. Und sie trafen schnell zum 1:0. Das allerdings mit Glück und Hilfe der Gäste. Nach dem Schuss von Jamie MacQueen bugsierte ein Dresdener den Puck über die Linie. Konnte den Gastgebern aber egal sein. Nach drei Minuten stand es bereits 1:0. Das zählte. Und gab erst einmal Aufwind. Braden Pimm hätte fast auf 2:0 gestellt, als er MacQueens Schuss gefährlich abfälschte – doch dann waren die Gäste am Zug.

Aus dem Gewühl heraus traf Jeffrey Szwez zum Ausgleich (13.). Der war zu diesem Zeitpunkt noch überraschend, doch in der Folge spielte Dresden deutlich beflügelt. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zweier gleichwertiger Teams – mit kurzzeitigen Blicken zum Handball. Auch die Eishockeyfans jubelten über die Tore bei der deutschen Nationalmannschaft, in den Drittelpausen auf der Leinwand, sonst bei Durchsagen der Zwischenergebnisse.

Vor allem aber wollten sie endlich weitere Tore ihrer Mannschaft auf dem Eis, endlich wieder einen Sieg. Und im Mitteldrittel gelangen den Gastgebern die entscheidenden Schritte – auch, weil sie ihr Glück an der Blauen Linie fanden. Zweimal waren es eher Schlenzer als Schüsse, doch zweimal fand der Puck den Weg ins Tor zum vorentscheidenden 3:1. Zunächst war es Mike Little, der die Scheibe fast von der Bande aus Richtung Tor bugsierte. Der Puck rutschte an Freund und Feind vorbei zum 2:1 in die Maschen (24.). Und knapp fünf Minuten später eine ganz ähnliche Situation. Diesmal war es Sören Sturm, der an der Linie abzog, doch diesmal fälschte Manuel Klinge vor dem Tor noch leicht ab und gab dem Puck so die entscheidende Richtung.

Huskies gegen Dresdner Eislöwen

Dieses 3:1 verteidigten die Huskies fortan verbissen. Mit viel Mumm und Energie in der Defensive. Mit einem famosen Markus Keller im Tor. Und wenn es nötig war, auch mit Glück. So traf Harrison Reed die Latte (26.), Petr Macholda später den Pfosten (42.). Und bereits in der 23. Minute war ein Treffer von Marius Garten wegen hohen Stocks nicht anerkannt worden.

Dresden allerdings gab nie auf, machte auch im Schlussdrittel viel Druck. Keller parierte in Unterzahl grandios gegen Marco Sacher (48.), doch beim nächsten 4 gegen 5 klingelte es. Arturs Kruminsch sorgte mit dem 3:2 (53.) für noch mehr Spannung. Aber die knappe Führung hielt. Am Ende jubelten die Huskies-Fans doppelt: Über EM-Titel und die Wende.

SR: Grunske, Z: 3037, Tore: 1:0 (2:48) MacQueen (Carciola, Pimm), 1:1 (12:15) Szwez (Zauner), 2:1 (23:45) Sturm (MacQueen, Carciola), 3:1 (28:17) Klinge (Sturm), 3:2 (52:47) Kruminsch (Kramer - 5:4), Strafminuten: Kassel 8, Dresden 2.

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - Dresdner Eislöwen
 

Am Montag können Sie hier ein Video mit allen Toren des Spiels ansehen.

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Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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