Ein Punkt als Belohnung für Endspurt

Umkämpftes Spiel gegen den Meister: Huskies - Bremerhaven 2:3

Kassel. Spitzenreiter Bietigheim haben sie geschlagen, Lieblingsgegner Frankfurt auch. Am aktuellen Meister aber haben sich die Huskies gestern die Zähne ausgebissen.

2:3 (0:1, 0:0, 2:1 / 0:0 / 0:1) unterlagen die Kasseler Eishockey-Cracks nach Penaltyschießen den Fischtown Pinguins aus Bremerhaven – trotz einer großartigen Aufholjagd im letzten Drittel. Während Manuel Klinge und Adriano Carciola an Torwart Meisner scheiterten, trafen Cook und McPherson für die Norddeutschen ins Schwarze und besiegelten so die dritte Niederlage der Huskies in Folge.

Und da war auch kein gutes Omen, dass eine Kasseler Eishockey-Legende beim ersten Bully den Puck einwarf: Mister Dave Morrison, dessen Sohn Conor anstelle des erkälteten Daniel Schmölz im ersten Sturm ran durfte. Und auch Ex-Nationaltorwart Helmut de Raaf, der Trainer wird in Schwenningen, als Beobachter auf der Tribüne sah Hausherren, die sich ganz, ganz schwer taten. Weil Adriano Carciola nach 43 Sekunden völlig frei an Torwart Meisner scheiterte und auf der anderen Seite Dejdar schon mit dem ersten Schuss aus spitzem Winkel Jeff Frazee im Huskies-Kasten bezwang. Keine zwei Minuten waren gespielt.

Ein Schock für die Kasseler. Deren Fehlerquote hoch war an diesem Abend, allein Schiri Köttstörfer übertraf sie noch mit fragwürdigen Strafzeiten gegen die Kasseler und schier endlosem Palaver mit Spielern und Trainern. „Aufhören, aufhören“ skandierten die Fans am Ende des ersten Drittels, als die Huskies mit dem knappen Rückstand dank einiger guter Paraden von Frazee noch gut bedient waren.

Kassel Huskies gegen Fischtown Pinguins

Doch natürlich hörten diese Huskies nicht auf, sondern versuchten, sich mit bedingunglosem Kampf freizuspielen. Druckvoll starteten sie ins zweite Drittel – und kamen dennoch nicht zu zwingenden Torchancen. Selbst ein vierminütiges Überzahlspiel blieb ohne eine Einschussgelegenheit. Müde wirkten diese Huskies in dieser Phase, verkrampft und überspielt. Zum Glück blieb Frazees missglückter Ausflug aus dem Kasten ohne weiteren Schaden (22.), zum Glück stand sonst die Kasseler Defensive solide.

Und so hätten erst Carciola und Flache und wenige Sekunden später erneut Carciola, perfekt freigespielt von Collins und Valenti, den Ausgleich erzwingen können, ja müssen (38.). Stattdessen ließen Habermann und Proft gegen Slaton und den ewigen Provokateur McPherson Fäuste fliegen (40.).

Es war die Initialzündung der Kasseler, die einen furiosen Schlusspurt folgen ließen. Christ, Klinge und Zeiler, Proft, Heinrich und Carciola erneut freistehend – 13 klare Torchancen spielten die Huskies nun noch heraus. Und sie wurden belohnt: Ausgerechnet Conor Morrison, der 18 Spiele lang auf seinen achten Saisontreffer warten musste, traf zur Freude von Papa Dave per Bauerntrick zum 1:1 (51.).

Und 137 Sekunden vor Schluss kippte Matt Tomassoni sogar die Partie, als er die Scheibe in Überzahl per Flachschuss ins Netz wuchtete. Diese Huskies! Hatten wieder nicht aufgegeben!

Und wurden dennoch nur mit einem Punkt belohnt. Denn mit sechs gegen fünf erzwang Cook im Nachsetzen zum 2:2 doch noch die Verlängerung und somit auch das Penaltyschießen – 34,6 Sekunden vor der Sirene, fast drei Stunden nach Beginn dieses Krimis.

SR: Köttstörfer (Aibling). Z: 2480

Tore: 0:1 (18:22) Dejdar (Teljukin, Kopecky), 1:1 (50:39) Morrison (Collins), 2:1 (57:23) Tomassoni (Collins, Klinge - 5:4), 2:2 (59:26) Cook (Dejdar, Hooton - 6:5), 2:3 (65:00) McPherson (Penalty)

Strafminuten: Kassel 16 plus 10 Proft, Bremerhaven 14

Der Ticker zum Nachlesen:

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - Fischtown Pinguins
 

Rubriklistenbild: © Fischer

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