Neues Helm-Design

Spitzname auf Maske verewigt: Huskies-Torhüter Keller trägt jetzt Krake

Die Krake auf dem Helm: Huskies-Torhüter Markus Keller trägt seinen Spitznamen jetzt auf der Maske. Fotos: Koch

Kassel. Es begann mit einer Serie von Glanztaten. Nicht irgenwann in der so langen Eishockeysaison 2015/16, sondern auf dem Weg zur Krönung. Playoffs. Finalserie gegen die Bietigheim Steelers.

Es ist das zweite Spiel, das erste auf eigenem Eis, als die Krake Keller geboren wird. Als HNA-Sportchef Frank Ziemke zum ersten Mal von „Markus Keller, Kassels Keeper mit den Krakenarmen“ schreibt. Krake Keller wird zum Sinnbild eines Torhüters, der den Gegner zur Verzweiflung bringt. Weil er mit Armen, Beinen, im Notfall auch mal mit der Maske Schüsse auf sein Tor entschärft. Weil er als Krake großen Anteil am Gewinn der Meisterschaft hat.

„Ich habe gelacht, als ich zum ersten Mal von der Krake Keller gelesen habe. Wenn man schon mal so einen netten Spitznamen bekommt, habe ich mir dann gedacht, nutzen wir den auch“, sagt der Keeper.

Gesagt, getan. Denn die Krake ziert nun die neue Maske von Kassels Nummer eins. Von der Rückseite grüßt eine freundliche, achtarmige, rote Krake. Auf dem Kopf trägt sie eine blaue Kappe mit dem Schriftzug „DEL2-Meister“. Sie raucht die Meisterzigarre und hält den prägnanten Meisterpokal fest in ihren Armen.

„Ich habe den ersten Entwurf selbst gezeichnet. Thomas Jetter, mein Airbrusher, hat sie dann verfeinert“, erklärt Keller. Alle Details sind aufeinander abgestimmt. „Die Krake ist rot, weil unsere Trikots in diesem Jahr einen roten Streifen enthalten.“

Keller mag es aber auch plakativ. Seine gesamte Maske erzählt von seiner Verbundenheit zum Verein und aus seinem Leben. Auf der Oberseite der Maske ist der große Kopf eines Huskies zu sehen, die gefletschten Zähne zeugen von Angriffslust. Kassels Wahrzeichen von Herkules bis Himmelsstürmer fehlen ebenso wenig wie das Huskies-Logo, die Stadtwappen von Kassel und seiner Heimatstadt Augsburg, ein Kleeblatt, das Freundin Satu als Tattoo trägt, seine Nummer 35 und sein eigentlicher Spitzname Kells. Die Maske bekam Keller in neutralem Weiß vom Hersteller geliefert, bevor er sie mit den Designwünschen an Jetter weitergab, der sie per Airbrush mit den gewünschten Motiven versah. Kosten: 2000 Euro.

Seinen Mannschaftskollegen gefällt der Kopfschutz. „Sieht super aus, war ihr Urteil. Eishockeyspieler sind direkt. Sie hätten mir auch das Gegenteil ins Gesicht gesagt.“ 1,4 Kilogramm ist die Maske schwer und besteht aus drei Teilen. Eine harte Schale außen, innen ist sie mit Schaumstoff ausgekleidet. Das Metallgitter schützt das Gesicht.

Zum Heimspiel gegen den SC Riessersee trug Keller sie erstmals. Zwar verloren die Huskies 2:3. Doch beim Derbysieg in Bad Nauheim lief es schon besser. Auch, weil die Krake in Keller wieder zum Leben erwachte. Ganz so wie auf seiner Maske.

20 Torhüter-Masken hat Markus Keller in seinem Besitz. „Ich würde sie niemals verkaufen. Sie sind keine Wertanlage, aber tolle Deko-Stücke.“

• Summergame-Maske: Kopfschutz mit eigenem Design für das Derby gegen Frankfurt.

• Lieblingsmasken: Kasseler Meister-Maske, Berliner Eisbären (Kellers erstes DEL-Spiel), Rote Teufel aus Bad Nauheim (schickes Design), Augsburger Panther (DEL-Spiele für den Heimatverein).

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