Kommentar zur Niederlage der Huskies: Verstehen muss diese Regelung niemand

Kassel. Die Kassel Huskies haben beim Playoff-Auftakt gegen Landshut eine Zeitstrafe kassiert, weil sie in der Verlängerung zu spät aufs Eis kamen. Sekunde später folgte die 2:3-Niederlage. Ein Kommentar dazu von HNA-Redakteur Gerald Schaumburg.

Wer den Schaden hat, der braucht für den Spott nicht zu sorgen. Klar. Und so reden die Leute über die Art und Weise, wie die Huskies den Sieg gegen Landshut am Freitag hergeschenkt haben. Erst die eigenen Chancen nicht genutzt, dann eine Zeitstrafe kassiert, weil das Team zurVerlängerung zu spät aufs Eis kam, dann den Puck zum K.o.-Treffer auch noch ins eigene Netz abgelenkt.

Diejenigen, die es mit den Kasselern halten, grübeln über so viel Pech, vielleicht auch über Unvermögen. Andere schmunzeln über so viele Missgeschicke an einem Abend. Und wieder andere machen sich lustig über den so schmerzhaft fehlgestarteten Kometen am DEL2-Himmel.

Alle zusammen aber schütteln sie die Köpfe über das, was sich die Eishockey-Funktionäre wieder einmal ausgedacht haben. Jahrzehnte lang dauerten Drittelpausen 15 Minuten. Klar. Jeder weiß Bescheid. Dann, im letzten Sommer, werden die Pausen auf 18 Minuten verlängert. Um den Spielern mehr Zeit zur Regeneration zu verschaffen, sagen die einen. Um mehr Zeit für Werbung und Cateringumsatz zu erhalten, sagen andere.

Aber: Ausgerechnet nach 60 Spielminuten, wenn die Erschöpfung der Spieler sowie Hunger und Durst der Fans noch größer sind, bleibt es bei den alt gewohnten 15 Minuten Pause vor der Verlängerung. Klar, das haben alle Beteiligten gewusst im Sommer 2014. Auch die Huskies und ihr Trainer. Aber verstehen, verstehen muss diese Regelung niemand.

Playoff-Auftakt: Huskies empfangen Landshut

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