Hoffen auf Zuschauerrekord

Summergame in Frankfurt: Kribbeln vor dem Spektakel

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Es wird kalt in der Frankfurter Commerzbank-Arena: Die Eisfläche wird trotz Sommerwetters bereitet.

Kassel. „Das Kribbeln steigt von Tag zu Tag“, so beschreibt René Rudorisch seine Gefühlslage. Der Geschäftsführer der DEL 2 spricht aus, was in Frankfurt und Kassel derzeit die Menschen umtreibt, die es mit dem Eishockey halten.

Das Summergame am Samstag um 18.55 Uhr (Sport1 live) im Fußballstadion Commerzbank-Arena „ist eine Riesennummer, die über Deutschland hinaus großen Widerhall findet. Es ist für unsere Liga der spektakuläre Saisonstart – auch weil mit den Löwen Frankfurt und den Kassel Huskies genau die richtigen Teams aufeinandertreffen.“

Bei einer Pressekonferenz in Kassel berichtete Rudorisch am Mittwoch vom aktuellen Stand der Vorbereitungen:

• Das Hallendach ist zu – und wird es voraussichtlich auch am Samstag bleiben. Das Eis wächst, Millimeter für Millimeter. „Die Arbeiten haben am Sonntag begonnen und sind trotz der Wärme voll im Zeitplan, die Kühltechnik funktioniert“, sagt Rudorisch.

• Mehr als 28.000 Eintrittskarten sind verkauft. Rudorisch: „Wir sind zuversichtlich, den DEL2-Rekord vom Wintergame im Januar in Dresden mit 32.000 Besuchern zu knacken.“ Es werde auch für Familien an der Tageskasse noch genügend Tickets geben.

Zum Rahmenprogramm, das bereits mittags beginnt, gehört u. a. ein Eisfußballspiel mit Frankfurter Publikumslieblingen. Es wird auf einer zusätzlichen zweiten Eisfläche ausgetragen, um das Hauptfeld zu schonen. Und: Die Huskies müssen sich am Samstag wieder vom lieb gewonnenen Meisterpokal trennen, den die DEL 2 für den nächsten (oder alten neuen) Meister zurücknimmt.

„Wir sind sportlicher Außenseiter“, sagt Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs, „aber wir werden wie immer voll rangehen.“ Denn: „Eine solch großartige Kulisse, die motiviert doch jeden.“ Sieger aber werde das Team, das die vielen Eindrücke und Emotionen besser in den Griff bekommt.

Für Stefan Krämer, Gesellschafter der Löwen, hat das Summergame strukturell größeren Wert als sportlich. „Auch wenn wir natürlich nicht verlieren wollen. Und schon gar nicht so desolat auftreten wollen, wie zuletzt im Frühjahr beim Playoff-K.o. gegen die Huskies.“ Für ihn ist dieses Spektakel viel mehr, nämlich „ein Zeichen, ein Signal auch in unserer Region, dass wir da sind und aktiv.“

Denn der wirtschaftliche Zusammenbruch 2010 und das DEL-Ausscheiden „haben uns viele Fans und viel an Reputation gekostet. Der Wettkampf der Topklubs im Rhein-Main-Gebiet mit Fußball, nochmal Fußball, Basketball, Handball, Volleyball und vielem mehr ist riesig. Wir kämpfen um jeden einzelnen Fan“, sagt Krämer. Und mittelfristig auch um den Bau einer neuen Multihalle mit 14.000 Plätzen für Eishockey und Basketball, für die es zwei Bau-Bewerber gibt. Viele, viele Gründe also für ein Kribbeln im Bauch.

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