Lage in der DEL2: Riessersee ist Team der Stunde

Da war er noch ein Husky, nun ist er ein Ravensburger: Sören Sturm. Foto: Schachtschneider

Kassel. Der Anfang ist gemacht. Die ersten Spieltage sind in der zweiten Deutschen Eishockey-Liga absolviert. Wir nehmen das zum Anlass und blicken auf die Lage in der DEL2.

• Huskies im Aufschwung: Nach dem 0:8 gegen die Bietigheim Steelers am zweiten Spieltag haben sich die Huskies nun defensiv verbessert und stabilisiert. Beleg dafür ist, dass sie am vergangenen Spieltagswochenende nur zwei Gegentore in zwei Spielen kassierten. Der Lohn: Sie verbessern sich auf Rang fünf.

• Mannschaft der Stunde: Das ist nicht etwa Spitzenreiter Bietigheim, der ohnehin an der Tabellenspitze erwartet worden war. Aber nur wenige hätten wohl auf den aktuellen Tabellenzweiten SC Riessersee getippt. Mit zwölf Zählern führt die Mannschaft von Trainer Tim Regan die Verfolgergruppe an. Vier Siege und zwei Niederlagen stehen bei dem Klub aus Garmisch-Partenkirchen bislang zu Buche. Erst am Sonntag gelang ein 4:3-Erfolg gegen die Löwen Frankfurt. Louke Oakley erzielte 38 Sekunden vor dem Ende das Goldene Tor des Abends. Auch wenn die Saison gerade erst begonnen hat, tritt Regan vorsichtshalber auf die Euphoriebremse: „Wir gehen nicht hoch und nicht tief, wir gehen geradeaus. Wir bleiben auf dem Boden“, kündigte Regan bei der Pressekonferenz nach Spielende an. Der nächste Gegner Lausitzer Füchse ist gewarnt.

• Ratlose Ravensburger: In der vergangenen Saison scheiterten sie erst im Playoff-Halbfinale am späteren Meister aus Kassel. Und auch in dieser Saison zählen die Ravensburger eigentlich zu den Favoriten auf den Titel.

So haben sie mit den Ex-Huskies Sören Sturm (ein Tor, zwei Vorlagen) und Adriano Carciola (ein Tor, eine Vorlage) zwei erfahrene Zugänge aus Kassel in ihren Reihen. Bruder Fabio Carciola steht bereits im dritten Jahr in Ravensburg unter Vertrag (zwei Tore). Doch die Towerstars sind schlecht aus den Startlöchern gekommen. Nach einem Null-Punkte-Wochenende gegen Vorjahres-Aufsteiger Freiburg und den aktuellen Aufsteiger Bayreuth finden sich die Ravensburger nun auf Rang zwölf wieder. Geschäftsführer Rainer Schan entschuldigte sich öffentlich: „Wenn einer nicht mitzieht oder meint, er müsste auf dem Eis der Alleinunterhalter sein, dann ist er hier fehl am Platze und muss mit den Konsequenzen leben.“ Bereits vor dem fünften Spieltag hatten die Ravensburger den Vertrag mit dem kanadischen Stürmer Cam Reid aufgelöst und als Ersatz dessen Landsmann Zach O’Brien verpflichtet.

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