Huskies triumphieren in dramatischem Derby gegen Frankfurt

Marek Vorel
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Marek Vorel jubelt in Frankfurt.

Frankfurt. Der Derby-Triumphmarsch der Huskies geht weiter - und den Fluch haben jetzt endgültig die Löwen. In einem nervenaufreibenden Spiel landeten die Nordhessen im vierten Aufeinandertreffen der Eishockey-Oberliga den vierten Sieg gegen den ewigen Rivalen aus Frankfurt. 6:4 hieß es am Ende für die Schlittenhunde.

Kurzclip: Erstes Bully beim Hessenderby

3:1 hatten sie geführt, dann 3:4 zurückgelegen, doch am Ende jubelten erneut die Kasseler. Nach dem 6:4 (3:1, 0:3, 3:0) vor 5700 Zuschauern im Eiststadion am Frankfurter Ratsweg haben die Huskies Kurs auf einen der vier Plätze für die Endrunde genommen. Für Frankfurt wird es dagegen sehr eng.

„Für uns geht es heute ums Überleben“, hatte auch Frankfurts Hallensprecher Rüdiger Storch vor der Partie erklärt. Doch zunächst waren es nicht die Lions, es waren die Huskies, die hellwach auftraten. Und sie wurden früh für ihr mutiges Auftreten belohnt. Michael Christ und Marc Roedger scheiterten noch an Torhüter Boris Ackers. Doch der dritte Versuch brachte in der 5. Minute die Führung. Artjom Kostyrev verwandelte das Zuspiel von Christoph Koziol trocken zum 1:0.

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- Tooooooooor! Der Derby-Sieg zum Anhören - vier Minuten Huskies-Jubel

So ging es auch weiter. Kassel war überlegen, Frankfurt mit dem 1:3 nach dem ersten Drittel noch gut bedient. Sascha Engel mit einem überlegten Schuss (14.) und Petr Sikora im Nachschuss (20.) erzielten die Treffer. Ein Überzahltor Koziols wurde zudem wegen angeblichem Torraumabseits nicht gegeben (19.).

Aber: In der Defensive leisteten sich die Huskies Nachlässigkeiten. Das zeigte sich schon beim zwischenzeitlichen 1:1 (12.) durch Bauscher, als die rechte Kasseler Abwehrseite sträflich frei war. Im zweiten Drittel kosteten diese Unachtsamkeiten erst die Überlegenheit - und dann auch die Führung. Beim Anschlusstreffer (27.) passte zunächst Daniel Reiss nicht auf, dann stand Schütze Alexander Althenn erneut sträflich frei. Bei Bauschers Ausgleich (31.) verlor Koziol hinter dem Tor den Puck. Die Huskies hatten die Linie komplett verloren – woran auch eine frühe Auszeit durch Trainer Jamie Bartman nach dem 2:3 nichts änderte. Dass die Löwen sogar mit einer Führung in das Schlussdrittel gingen, war folgerichtig angesichts der immer schwächer werdenden Gäste: Martin Schweiger nutzte eine der vielen Überzahlsituationen zum 4:3 (38.),

Nichts, aber auch nichts mehr lief zusammen in dieser Phase. Doch es war halt ein Spiel voller irrer Wendungen. Denn was passierte nach vier Minuten im Abschlussdrittel? Manuel Klinge zog kurz hinter der blauen Linie einfach mal ab, Ackers ließ den Puck durch die Schoner rutschen.

Plötzlich steht es 4:4. Plötzlich sind die Huskies wieder mittendrin im Spiel. Beide Teams spielen nun auf Augenhöhe, die Spannung steigt von Minute zu Minute. Frankfurt hat Chancen, Kassel hat Chancen. Doch den entscheidenden Stich, den setzen die Gäste: Vorels Schuss wird abgeblockt, der Puck kommt zu Koziol und der trifft zum vorentscheidenden 5:4 (58.). Manuel Klinge macht dann mit einer Direktabnahme nach gewonnenen Bully endgültig alles klar. Und 600 Kasseler Fans jubeln nach dem dramatischen Sieg: „Wir sind stolz auf unser Team!“

Von Frank Ziemke

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