Huskies siegen gegen Hammer Eisbären mit 7:2

Kassel. Bevor die Kassel Huskies am Sonntag zum Hessenderby in Frankfurt ran müssen, stand am Freitag erstmal ein Heimspiel in der Endrunde der Eishockey-Oberliga West an: gegen die Hammer Eisbären. Und die Kasseler gewannen es mit 7:2.

Lesen Sie auch

Huskies gegen Frankfurt: Bitte keinen neuen Derbyfluch!

Die Faustformel in der Eishockey-Oberliga ist simpel: Wenn die Huskies alle Heimspiele gewinnen und auswärts in den Gastspielen bei den Kellerkindern Königsborn, Ratingen und Hamm gewinnen, dann sollten sie mindestens als Tabellenvierter den Sprung in die Playoff-Ausscheidung schaffen.

Zumindest auf eigenem Eis liegen die Kasseler Puckjäger bei Halbzeit der Endrunde vollauf im Soll. Beim 7:2 (3:1, 2:0, 2:1) gegen die Hammer Eisbären feierten sie gestern im vierten Spiel in der Eissporthalle den vierten Erfolg und wollen nun am Sonntag in Frankfurt auch auswärts endlich punkten (siehe Vorschau). Allerdings bedurfte es beim Pflichtsieg gegen das Liga-Schlusslicht erst eines doppelten Weckrufs, ehe die Huskies ihrer Favoritenrolle gerecht wurden. Denn den allzu pomadig-körperlosen Beginn der Gastgeber bestrafte das quirlige Tschechen-Duo der Westfalen mit dem Tor zum 0:1: Svejda stürmte den aufgerückten Kasselern am linken Flügel davon, Semen Glusanoks Rettungsversuch scheiterte, und Varnek vollstreckte (6.).

Kassel Huskies siegen gegen Hammer Eisbären 7:2

Lesen Sie auch:

- Kassel Huskies: Ganz gelassen ins Hessenderby

- Alexander und Stefan Heinrich gleichzeitig im Huskies-Lazarett

„Aufwachen, aufwachen“ skandierten die erschrockenen Anhänger der Schlittenhunde nach Svejdas Solo, das Torwart Fous in höchster Not entschärfte (8.) – und wurden rasch erhört. Zwei perfekte Überzahlspiele der Huskies und ihr treffsicherer erster Sturm wendeten das Blatt noch vor der ersten Pause zur 3:1-Führung. Manuel Klinge glich zum 1:1 aus, nur 15 Sekunden nachdem Schulz wegen Mätzchen beim Bully auf die Sünderbank musste (10.). Petr Sikora krönte dann die schönste Kombination mit dem 2:1 (12.) und sorgte im Nachschuss für das 3:1 (17.), nachdem Klinge binnen weniger Sekunden dreimal an Torwart Voigt gescheitert war. Die Hoffnung von Hamms Trainer Carsten Plate auf Schadensbegrenzung war damit schon zum Teufel.

Zumal seine Mannen zwar auch ins zweite Drittel respektabel starteten, aber bei drei, vier guten Gelegenheiten an Huskies-Schlussmann Martin Fous scheiterten. Und wieder war es die erste Reihe der Kasseler, die die passende Antwort gab – mit dem dritten Streich von Petr Sikora. Der 41-Jährige, ein halbes Jahr jünger als Oldie Stéphane Robitaille, vollstreckte nach einem Traumsolo zum 4:1 (27.), dem Florian Böhm nur 73 Sekunden später mit feinem Handgelenk-Schuss das 5:1 folgen ließ.

Die Partie war entschieden, im kalten Karree tauten auch die Fans auf, freuten sich am Resultat aus Dortmund und feierten nach weiteren Toren durch Sascha Engels Solo (45.) und Klinges Direktschuss (51.) den glanzlosen Pflichtsieg ihrer Huskies. Die nur noch bei Goses Bauerntrick zum 2:7 (55.) nicht im Bilde waren.

Schiedsrichter: Kissing (Wiehl)

Zuschauer: 2836

Tore: 0:1 (5:48) Varnek (Svejda, Potthoff), 1:1 (9:13) M. Klinge (Sikora, Christ - 5:4), 2:1 (11:14) Sikora (Christ, M. Klinge), 3:1 (16:12) Sikora (M. Klinge, Robitaille - 5:4), 4:1 (26:07) Sikora, 5:1 (27:20) Böhm (Mikesz, Engel), 6:1 (44:21) Engel (Sikora, M Klinge), 7:1 (50:37) M. Klinge (Sikora, Christ), 7:2 (54:53) Gose

Strafminuten: 10 – 12

Von Gerald Schaumburg

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.