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Furioser Sieg: Huskies gewinnen 7:1 gegen Kaufbeuren

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Strahlemänner: Der zweifache Torschütze Jean-Michel Daoust mit seinem Sohn.

Kaufbeuren. Festtagstimmung bei den Huskies: Mit vier Treffern binnen elf Minuten haben die Kasseler Eishockey-Cracks am zweiten Weihnachtstag in Kaufbeuren die Weichen auf Sieg gestellt:

Zweimal Jean-Michel Daoust (24. und 33. Minute) sowie Justin Kirsch (22.) und Carter Proft (27.) schossen im Allgäu gegen den ESV einen vorentscheidenden 5:1-Vorsprung heraus. Am Ende stand ein 7:1 (1:1, 4:0, 2:0)-Erfolg der Nordhessen, die damit beste Eigenwerbung betrieben für das „kleine“ Derby an diesem Montag (!) um 19.30 Uhr in der heimischen Eissporthalle gegen den EC Bad Nauheim.

Dabei hatte die Partie für die Truppe von Trainer Rico Rossi mit einer Schrecksekunde begonnen. Denn bereits nach 27 Sekunden musste Markus Keller erstmals den Puck aus dem Netz fischen. Nach Schmidles Bauerntrick vollendete Menge aus kurzer Distanz zum 1:0.

Doch der frühe Rückstand schockte die Kasseler nicht, und nur weitere 16 Sekunden später gelang ihnen schon der Ausgleich: An der Blauen Linie fingen sie einen Angriff der Hausherren ab, Kevin Maginot zog wuchtig ab, und von Verteidiger Woidtkes Schlittschuhe sprang die Scheibe zum 1:1 ins Tor.

Diesem furiosen Auftakt folgten etliche Torchancen auf beiden Seiten, doch Kassels Keeper Keller wie auch sein Gegenüber Vajs behielten im offenen Schlagabtausch stets die Übersicht und ihre Kästen sauber.

Nach der ersten Pause aber war’s vorbei damit – zumindest für Vajs. Denn nun drehten die Huskies unwiderstehlich auf gegen einen Gegner, der nur in drei der letzten elf Spiele nicht gepunktet hatte. Wie schon beim 7:0 vier Wochen zuvor auf eigenem Eis legten sie mit prächtigen Kombinationen nun den Grundstein zum Sieg. Nur 73 Sekunden im zweiten Drittel waren gespielt, da vollendete Justin Kirsch in Überzahl zum 2:1. Als zwei Minuten später JM Daoust nach Sven Valentis Schlagschuss den Abpraller gar zum 3:1 versenkte, war das schon der frühzeitige K.o. für die Kaufbeurer, bei denen nun nichts mehr lief.

Carter Proft, der Adriano Carciolas scharfe Hereingabe zum 4:1 unter die Latte jagte (27.), sowie erneut Daoust nach vorzüglicher Vorarbeit Thomas Merls zum 5:1 (33.) krönten die elf tollen Minuten.

Nicht einmal handfeste Prügeleien und harte Strafen nach einem Stockschlag Jens Meilleurs hinter dem Kasten gegen Torwart Stefan Vajs konnten diese Huskies noch stoppen. Thomas Merl, nach seiner Verletzung nun von Woche zu Woche besser in Schwung, schraubte das Resultat zu Beginn des Schlussdrittels gar auf 6:1 (45.) und zerstörte so die letzten Kaufbeurer Hoffnungen. Deren eingewechselter Schlussmann Henne hatte noch Glück bei drei Pfostenschüssen der Kasseler. Als aber Jamie MacQueen und Braden Pimm allein vor ihm auftauchten und sogar noch Zeit hatten, sich im Stehen (!) die Scheibe hin- und herzupassen, da war er machtlos bei Pimms Schlusspunkt (58.)

Statistik

Schiedsrichter: Sicorschi (Grafing).

Zuschauer: 2600

Tore: 1:0 (0:53) Menge (Schmidle, St. Jacques), 1:1 (1:09) Maginot (Klinge), 1:2 (21:13) Kirsch (Pimm, Little - 5:4), 1:3 (23:36) Daoust (Valenti, Sturm), 1:4 (26:11) Proft (Carciola, Little), 1:5 (32:20) Daoust (Merl, Sturm), 1:6 (44:05) Merl, 1:7 (57:57) Pimm (MacQueen, Daoust)

Strafminuten: Kaufbeuren: 14 plus 5 und Spieldauer Pfaffengut plus 10 Stein; Kassel 18 plus 10 Proft und Meilleur

Von Thomas Schreiber und Gerald Schaumburg

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