Trainer und Spieler im Blickpunkt

Nach Huskies-Antrag bei DEL 2: Was wird jetzt aus den Aufstiegshelden?

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Zukunft in Kassel? Trainer Jürgen Rumrich und seine Spieler würde man gerne weiterhin im Trikot der Huskies sehen.

Kassel. Der Lizenzantrag der Kassel Huskies bei der DEL 2 ist gestellt, aber die Arbeit nach der Insolvenz der Betreibergesellschaft KEBG geht weiter. Wichtige Entscheidungsträger meiden jedoch noch die Öffentlichkeit. Wie geht es nun mit den Aufstiegshelden - Spieler und Trainer - weiter?

Während die Eishockeyjugend Kassel in Person von Marc Berghöfer am Wochenende die Aufgabe übernommen hat, die Nachricht vom Lizenzantrag der Kassel Huskies bei der DEL 2 öffentlich zu machen – und damit auch alles Ungemach, das den Verein trifft – meiden Hallenchef Simon Kimm und der mutmaßliche Manager des kommenden Eishockeys in Kassel, Joe Gibbs, noch die Öffentlichkeit.

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Das mag auf den ersten Blick verwundern, dürfte aber auch Gründe haben: Der Berg an Arbeit, die zu erledigen ist, ist groß. Und nach der Insolvenz der Betreibergesellschaft KEBG gibt es noch viele Unwägbarkeiten. Auf der anderen Seite gieren die Fans der Huskies nach Infos.

DIE ZUKUNFT DES TRAINERS

Was passiert mit Jürgen Rumrich? Die Fans der Huskies werden wohl überwiegend eine Antwort auf diese Frage geben: Rumrich ist nicht irgendwer, er ist der Aufstiegstrainer. Der Mann, der die Huskies in die DEL 2 gebracht hat. Eine Zusammenarbeit mit ihm sollte selbstverständlich sein. Gespräche hat es aber offenbar noch nicht gegeben. Und: Rumrichs Vertrag wurde geschlossen mit der nun insolventen KEBG. Für die künftigen Betreiber könnte das ein Knackpunkt sein: Können und wollen sie Verträge übernehmen?

DIE ZUKUNFT DER SPIELER

Manuel Klinge

Was für Rumrich gilt, gilt natürlich auch für die Spieler. Der Wechsel von Gregor Stein nach Kaufbeuren hat gezeigt: Die Geduld sinkt, die Sorge um die eigene Zukunft wächst. Dass die Mannschaft verändert und verstärkt werden muss, ist klar. Trotzdem: Viele der Aufstiegshelden möchte man wiedersehen. Das haben sie sich verdient. Genauso sollte noch Raum sein für den Kasseler Weg mit Jungs aus der Region im Kader. In den vergangenen Jahren hat dies für eine starke Bindung zwischen dem Team und seinen Anhängern geführt, die in Eishockey-Deutschland ihresgleichen sucht.

Ein Team ohne Manuel Klinge, Michi Christ, Alex Heinrich, Sven Valenti, Brad Snetsinger? Schwer vorstellbar. Hier dürfte es für die neuen Macher vielleicht etwas leichter sein, einen gangbaren Weg zu finden. Nur wenige Akteure hatten KEBG-Verträge für die kommende Spielzeit: Benny Finkenrath, Kyle Doyle und Danny Albrecht.

DIE ZUKUNFT DER MITARBEITER

Die KEBG-Angestellten waren ja nicht nur Trainer und Spieler. Auch andere Mitarbeiter harren der Dinge, die da kommen werden: in der Geschäftsstelle, im Marketing, im Presseteam, im Servicepersonal. Sie brauchen Antworten, was aus ihnen wird.

DIE HILFE DER SPONSOREN

Simon Kimm und Joe Gibbs haben ein erklärtes Ziel: Sie wollen die Huskies-Zukunft dann stemmen, wenn sie finanziell langfristig zu sichern ist. Ohne die wichtigsten Sponsoren geht das nicht. Die Zeit der Absichtserklärungen muss nun auch hier schnell vorbei sein. Klare Signale sind nötig: Ja, wir sind dabei! Und in die Kategorie fällt natürlich auch: Wird die Zusammenarbeit mit den Handballern der MT Melsungen nun konkreter? Weitere Kontakte mit Vertretern des Bundesligisten hat es jedenfalls in den letzten Tagen bereits gegeben. Konkret ist aber noch lange nichts.

Von Frank Ziemke

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