3:2-Triumph

Fans feiern Huskies nach Derby-Sieg in Bad Nauheim - "Nummer eins im Land"

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Drin ist die Scheibe: Husky Thomas Merl trifft zum zwischenzeitlichen 2:1. Der finnische Torhüter im Nauheimer Tor, Mikko Rämö, ist geschlagen.

Bad Nauheim. Mit 3:2 gingen die Kassler Huskies verdient als Sieger aus der Partie gegen die Roten Teufel hervor. 3500 Zuschauer hatten die Eishalle in einen Hexenkessel verwandelt.

„So sehen Derbysieger aus. Die Nummer eins im Land sind wir. Wir wollen die Huskies sehen“, skandierten die Kasseler Fans abwechselnd noch Minuten nach der Schlusssirene. Die Anhänger der Roten Teufel hatten zu diesem Zeitpunkt das Colonel-Knight-Stadion längst verlassen. Denn der Derbysieger an diesem Sonntagabend hieß nicht Bad Nauheim, sondern Kassel. Mit 3:2 krönten sich die Huskies zum verdienten Sieger einer Partie, die einem Eishockeyderby in der DEL 2 in allen Belangen gerecht wurde.

„Das war ein sehr spannendes Derby. Mit vielen Emotionen. Mit vielen Checks, die aber trotzdem kein Strafenfest nach sich gezogen haben. Mit Schiedsrichtern, die es erlaubt haben, dass das Derby seinen Charakter behalten hat“, sagte Huskies-Trainer Rico Rossi, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden war.

Da war zunächst einmal die Abgeklärtheit, mit der die Kasseler in der Schlussphase agierten. Als 3500 Zuschauer die Eishalle in einen Hexenkessel verwandelten. Als die Huskies gleich vier Minuten in Unterzahl überstehen mussten. Als die Gastgeber auf den dritten Treffer und damit den Ausgleich drängten. Zwar erklärte der starke Rückhalt Markus Keller: „Wir wissen um die Höllenstimmung hier. Aber vor dem Spiel bist du im Tunnel und kannst das gut ausblenden.“ Rossi aber sprach seiner Mannschaft trotzdem ein Extralob aus: „Du kannst taktisch spielen in solch einer Phase. Aber ganz wichtig sind die Nerven, die man haben muss. Die hatten wir heute. Das ist eine wichtige Erfahrung für die Spieler.“

Denn ihre starken Nerven bewiesen sie in jenen vier Minuten, als erst Toni Ritter und dann Manuel Klinge auf die Strafbank mussten. DIe Huskies verteidigten ihre Führung clever und beherzt. „Wenn wir zwei Überzahl-Situationen haben, müssen wir eigentlich den Ausgleich schießen“, ärgerte sich deshalb auch Petri Kujala, Trainer der Roten Teufel.

Die Huskies hingegen mussten sich einzig darüber ärgern, dass sie mit den eigenen Chancen, die sich herausspielten in dieser Phase des offenen Schlagabtauschs, nicht das vierte Tor nachlegten. Pech hatte etwa Feodor Boiarchinov, dessen Schuss an die Latte knallte. „Ein wichtiger Faktor war auch, dass wir heute viel besser im Spiel fünf gegen fünf waren“, stellte Keller heraus.

Und dann war da ja noch die Sache mit dem Goldhelm. Denn erstmals in dieser Saison heißt der Topscorer im Team Manuel Klinge. Die Fans feierten den Kapitän mit eigenen Sprechchören. Denn auch wenn er keinen Treffer erzielte, so glänzte Klinge als Vorbereiter und Führungsspieler. „Hut ab, wenn er so weiterspielt“, lobte Keller. Und Rossi ergänzte: „Manu spielt fantastisch. Er ist super reingekommen in diese Saison.“

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