Oberliga-Endrunde

Huskies glückt die Revanche - 2:1-Sieg in Duisburg

Duisburg. Revanche wollten sie nehmen für die erste Heimniederlage in der Endrunde der Eishockey-Oberliga. Und die ist ihnen gelungen.

Mit einem beherzten Auftritt haben die Kassel Huskies am Sonntagabend 2:1 (0:1, 2:0, 0:0) bei den Füchsen Duisburg gewonnen und damit das 1:4 vom Freitag vergessen lassen.

Die Niederlage sei ein "Schuss vor den Bug" gewesen, hatte Trainer Uli Egen gesagt. Und zumindest was die Defensiv-Arbeit anging, traf das auch von Beginn an zu. Die Huskies standen deutlich sicherer, ließen zunächst kaum Duisburger Chancen zu. Allerdings haperte es dafür weiterhin in der Offensive. In der Vorwärtsbewegung fehlte den Kasselern der letzte Biss, die letzte Konsequenz, um einen Angriff gegen erneut clever verteidigende Füchse zu Ende zu bringen.

Richtig gute Torchancen, etwa Manuel Klinges Schuss an den linken Außenpfosten (3. Minute), Danny Albrechts Schuss von halblinks (13.) oder Tobi Schwabs Versuch aus kurzer Distanz (20.) waren zunächst zu wenig.

Besser machten es da die Hausherren, die nach vorn mehr taten und gleich ihr erstes Überzahlspiel nutzten. Husky Kyle Doyle saß 30 Sekunden in der Kühlbox, da zog Duisburgs Kapitän Markus Schmidt von Höhe des Bullykreises ab - 0:1 aus Huskies-Sicht (17.).

Die erste Pause kam da nicht ungelegen. Denn im zweiten Drittel fanden die Huskies endlich wieder zu jenem Angriffsspiel, das sie in dieser Saison ausgezeichnet hat. Druckvoller gingen sie nun zu Werke, störten die Duisburger früh in deren eigenem Drittel und brachten sich am Tor von Füchse-Schlussmann Björn Linda in Stellung. Doch irgendwie passte es zum ersten Drittel, dass kein Stürmer, sondern ein Verteidiger zum 1:1 traf.

Nachdem Kyle Doyle und Brad Snetsinger zwei Abpraller nicht verwerten konnten, machte es Sven Valenti besser. Er verwandelte die Vorlage von Petr Sikora direkt und drosch den Puck ins Tor (24.). Ein Treffer fürs Selbstvertrauen und mit Signalwirkung.

Denn nun übernahmen die Nordhessen zusehends die Regie auf dem Eis. Angefeuert von rund 100 mitgereisten Fans kannten sie mehr und mehr nur eine Richtung: die zum Duisburger Tor.

Schon nach einer guten halben Stunde hätten sie die verdiente Führung erzielen können, aber Klinge und auch Alexander Heinrich zogen gegen Linda den Kürzeren. Doch die Huskies drängten weiter auf das zweite Tor, das dann vier Minuten später fiel. Hinter Lindas Gehäuse hatte sich Petr Sikora in Position gebracht. Der Oldie verzögerte kurz, passte dann auf seinen frei stehenden Sturmpartner Michi Christ. Der verwandelte die Hereingabe direkt und freute sich anschließend diebisch. Und die Füchse? Die beschränkten sich auf Konter - waren damit zwar auch meist brandgefährlich, fanden aber zum Verdruss der Duisburger Zuschauer immer wieder ihren Meister im Kasseler Torhüter Benjamin Finkenrath.

Den offenen Schlagabtausch im temporeichen Schlussdrittel überstanden die Huskies ohne weiteren Gegentreffer. Sie bleiben Gruppenerster und können am Freitag mit einem Sieg in Leipzig das Ticket für die Playoffs lösen.

SR: Rohatsch (Lindau) Zuschauer: 1000 Tore: 1:0 (16:46) Markus Schmidt (C. Breitkreuz - 5:4), 1:1 (23:12) Valenti (Sikora), 1:2 (34:09) Christ (Sikora, Klinge)

Strafmin.: Kassel 4, Duisburg 6

Von Michaela Streuff

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