Wie die Papas so die Kinder

Huskies-Familien Wycisk und Boisvert: Auch nächste Generation spielt Eishockey

Sie teilen die Liebe zum Eishockey: Huskies-Stürmer Austin Wycisk (links) und Co-Trainer Hugo Boisvert (rechts) erklären ihrem Nachwuchs Regeln. Tochter Addyson Wycisk hört aufmerksam zu, ebenso Boisverts Sohn Zavier (Mitte) und Jaakko Wycisk (Zweiter von rechts). Foto: Koch

Kassel. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, heißt es im Volksmund. Der Puck fällt nicht weit vom Papa, heißt dieses Sprichwort leicht abgewandelt in den Familien Boisvert und Wycisk.

Papa Hugo Boisvert war erst erfolgreicher Spieler bei den Huskies und arbeitet nun als Co-Trainer beim Zweitliga-Meister. Stürmer Austin Wycisk geht in seine mittlerweile vierte Spielzeit in Kassel. Die Väter leben das, was ihr Nachwuchs auch schon früh lieben gelernt hat: Eishockey.

Boisverts Sohn Zavier hat als Dreijähriger erstmals auf dem Eis gestanden und ist heute mal Torhüter, mal Stürmer. Jaakko Wycisk stand an seinem dritten Geburtstag zum ersten Mal auf den Kufen, die für ihn heute die Welt bedeuten. Und beide spielen nun für die Eishockey-Jugend Kassel (EJK). Auch Wycisks Tochter Addyson hat schon einen Schläger und schnuppert in der Laufschule der EJK erste Eishockey-Luft. „Unser Jüngster Wyatt läuft auch schon mit einer Kelle durch die Wohnung“, sagt Papa Austin und lacht. Für Schlittschuhe aber ist der Einjährige dann doch noch ein wenig zu jung.

„Es ist ein schönes Gefühl zu sehen, dass ihm Eishockey so viel Spaß macht“, sagt Boisvert und blickt stolz auf seinen Sohn. „Aber wenn Zavier eines Tages nach Hause kommt und sagt, er hat keine Lust mehr, dann ist das auch okay. “ Austin Wycisk nickt zustimmend und ergänzt: „Es ist für Jaakko toll, in einer Mannschaft zu spielen. Und er liebt es, hier in der Eissporthalle zu sein.“

Die beiden Söhne kennen das Allerheiligste der Huskies, die Kabine, nur zu gut. Mal spielen sie im Gang mit einem Tennisball Hockey, mal sitzen sie mit den Spielern zusammen und fachsimpeln.

Einen Eishockey-Papa zu haben, das finden sie klasse. „Wir können zu jedem Spiel, dürfen mit in die Kabine, bekommen gratis etwas zu essen und dürfen in den Presseraum“, erklärt Zavier und grinst. „Cool war auch, als Papa mal in die Schule gekommen ist und uns die Ausrüstung erklärt hat“, sagt Jaakko. Und klar, dass die Söhne besonders kritisch mit ihren Vätern umgehen. „Papa, warum hast du kein Tor geschossen? Das hat mich Zavier oft gefragt, als ich noch gespielt habe“, blickt Boisvert zurück. Die Väter schätzen das, was die Puckjagd ihrem Nachwuchs vermittelt. „Sie lernen, Teamplayer zu sein und in einer Mannschaft mit anderen zusammen zu spielen“, erklärt Austin Wycisk.

Natürlich antworten Zavier und Jaakko übereinstimmend, später auch mal Eishockey-Profis werden zu wollen. Doch so weit denken ihre Väter noch lange nicht: „Die Schule geht vor“, betont Hugo Boisvert, der erst sein Pädagogikstudium beendete und danach mit 24 Jahren aufs Eishockey setzte. Wycisk hat einen Uni-Abschluss als Maschinenbauer in der Tasche und wurde als 23-Jähriger Eishockeyprofi.

Das aber ist Zukunftsmusik. Erst einmal schlüpfen Zavier und Jaakko in ihre Eishockey-Ausrüstung. Denn gleich ist Trainingsbeginn. Vielleicht ja für zwei Huskies von morgen.

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