Platz eins für MacQueen

Kasseler Stürmer erobert mit 37 Treffern die Torjäger-Krone

Mit Mundschutz und Torgarantie: Jamie MacQueen ist mit 37 Treffern Torschützenkönig der DEL 2. Mit 70 Scorerpunkten fehlen ihm nur noch zwei Zähler zu seinem Saisonrekord aus Crimmitschau im Vorjahr. Foto:  Schachtschneider

Kassel. 364 Spiele wurden in der Hauptrunde der zweiten Eishockey-Liga absolviert. Da bieten sich weit mehr Zahlenspiele an als der bloße Blick auf Platzierungen, Punkte und Tore.

Hier ein Auszug aus den interessantesten Statistiken, natürlich mit Fokus auf die Kassel Huskies.

Der Treffsicherste

37 Treffer hat Jamie Mac-Queen erzielt und dafür 238 Mal auf den gegnerischen Kasten geschossen. Die Torjäger-Krone muss er sich dennoch teilen mit Ravensburgs Austin Smith. Dahinter folgen Richard Mueller (Frankfurt/36), Liga-Topscorer Justin Kelly (Bietigheim / 34) und Wade MacLeod (Rosenheim/34). Weitere Huskies: Braden Pimm, J-M. Daoust je 17, Taylor Carnevale 14 (in 33 Spielen), Manuel Klinge, Mike Little je 12, Adriano Carciola, Jens Meilleur je 11, Sören Sturm und Justin Kirsch je 9.

Der Effektivste

Mit 1,71 m ist er der kleinste Husky. In der Plusminus-Statistik aber - der Relation aus Toren und Gegentoren, bei denen ein Spieler auf dem Eis steht - ist Jean-Michel Daoust mit dem Topwert von +26 der Größte. Gefolgt von Alex Heinrich (+19) und Thomas Merl (+18). Am anderen Ende dieser internen Kasseler Rangliste stehen die jungen Jens Meilleur (-10) und Lennart Palausch (-10).

Der Zielstrebigste

Er war ein später Glücksgriff: Mike Little. Der Amerikaner wurde als fünfter, zusätzlicher Ausländer erst geholt, als die Schwächen der Kasseler in der Defensive und im Aufbauspiel offenkundig waren. Der 28-Jährige wurde sofort zum Volltreffer, stabilisierte die Abwehr, belebte mit großer Dynamik den Angriff und beeindruckte zuletzt mit gefühlt 40 Minuten Eiszeit pro Spiel. 39 Scorerpunkte (12 + 27) in nur 33 Spielen bringen Little Platz drei in einer anderen Effektivitätsliste. Mit 1,18 Punkten pro Spiel muss er nur Jamie MacQueen (1,42) und Taylor Carnevale (1,33) den Vortritt lassen.

Der Bullykönig

Nur drei Kasseler haben in der (allerdings nicht immer seriösen) Bullystatistik eine positive Bilanz. Taylor Carnevale gewann 56,25 Prozent aller Anspiele, ihm folgen Adriano Carciola (52,63) und Austin Wycisk (54,47).

Der Strafbankkönig

110 Minuten verbrachte Mathias Müller auf der Strafbank - annähernd zwei komplette Spiele. Auch Carter Proft (103) trug maßgeblich dazu bei, dass die Huskies in der Fairnesstabelle mit insgesamt 909 Minuten nur Rang zwölf belegen - vor Frankfurt (921) und Bremerhaven (1078). Unfairster Spieler der Liga indes ist mit gehörigem „Vorsprung“ der Bremerhavener Tim Miller mit 179 Minuten. Ihm folgen der Frankfurter Brett Breitkreuz (139), mit Cody Lampl (124) noch ein Pinguin sowie der Ravensburger Alexander Dück (122).

Der Penaltykiller

Neun Mal mussten die Kasseler Puckjäger nach regulärer Spielzeit und Verlängerung ins Penaltyschießen. Ebenso wie Bad Nauheim. Aber während die Kurstäder vier Mal als Sieger vom Eis gingen, waren die Nordhessen fünfmal erfolgreich. Der Garant dafür heißt Markus Keller: 31 so genannte Strafschüsse wurden auf den Schlussmann abgefeuert, nur sieben mal schlug es gegen den Penaltykiller ein.

Bei der normalen Fangquote der Torleute ist nach 52 Spieltagen überraschend der Kaufbeurer Stefan Vajs mit 91,89 Prozent abgewehrter Schüsse die Nummer eins der Liga. Für Keller bleibt mit 90,73 Prozent zwar „nur“ Rang 13 unter den Spielern mit mehr als 18 Einsätzen, gleichwohl war der 26-Jährige ein absolut verlässlicher Nachfolger für Mika Järvinen und Jeff Frazee aus dem Vorjahr.

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