1:4 gegen Bad Nauheim

Keine Kraft für eine Aufholjagd: Huskies verlieren deutlich

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Jubel der Roten Teufel in der Begegnung gegen die Kassel Huskies - die Bad Nauheimer behielten auch bis zum Ende die Oberhand und gewannen verdient.

Kassel. Im zweiten Playoff-Finale der Eishockey-Oberliga traten die Huskies am Sonntag bei den Roten Teufeln aus Bad Nauheim an - und verloren deutlich mit 1:4. Die Mannschaft von Uli Egen hatte keine Kraft mehr für eine Aufholjagd, wie es ihr noch am Freitag vor heimischer Kulisse gelang.

Aufholjagden und Kraftakte sind offenbar auch für die Kassel Huskies nicht beliebig wiederholbar. Und das schon gar nicht auf dem Eis des Gegners. Im zweiten Spiel der Finalserie in der Eishockey-Oberliga verlor die Mannschaft von Uli Egen in Bad Nauheim mit 1:4 (0:2, 0:1, 1:1).

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Wie so oft im bisherigen Verlauf der Playoffs waren die Huskies früh in Rückstand geraten. Diesmal jedoch fehlten ihnen Kraft, Konzentration und auch das letzte Quäntchen Entschlossenheit, die Partie wie am Freitag vor eigenem Publikum zu drehen. Am Freitag müssen die Nordhessen so noch ein zweites Mal in die Wetterau fahren. Zunächst aber steht am Dienstag schließlich das zweite Heimspiel an.

Es war ein ganz, ganz schlechter Auftakt für die Huskies, einmal mehr in diesen Playoffs. Allerdings war es diesmal auch ein umstrittener. In den ersten zehn Minuten kassierten die Gäste gleich vier Zeitstrafen - und einen ebenso umstrittenen wie frühen Gegentreffer. Eddy Rinkes bugsierte den Puck mit hohem Schläger über die Linie (3.). Die Huskies protestierten ebenso heftig wie vergeblich. Und hatten auch beim 0:2 Pech. Die Strafe gegen Kyle Doyle war gerade abgelaufen, als Daniel Oppolzer am hinteren Pfosten freigespielt wurde. Benjamin Finkenrath hatte keine Abwehrmöglichkeit.

Wie schon in der ersten Partie lag Kassel schnell 0:2 hinten. Zusätzlich hatte dieser Auftakt viel Kraft gekostet. Trotzdem nahmen die Gäste langsam Fahrt auf. Sven Valenti hatte schon in Unterzahl eine gute Konterchance ausgelassen, nun scheiterten Alexander Engel (12.), Manuel Klinge (15.) und Artjom Kostyrev (16.) mit ihren Schüssen an Torhüter Thomas Ower. Anders als im ersten Spiel wurde es deshalb nichts mit dem Anschlusstreffer vor der ersten Pause. Das zweite Drittel begann kurios, weil Schiedsrichter Haupt gleich zwei Bankstrafen verhängte - wegen zu späten Erscheinens auf dem Eis. Und es begann furios, weil Kassel durch Klinge, Engel und Doyle in wenigen Sekunden drei gute Schussmöglichkeiten hatte. Der Puck aber, der fand den Weg wieder in Finkenraths Gehäuse. Bei Oppolzers Schuss war dem Torhüter die Sicht verdeckt (24.). 3:0 – und es wollte einfach nichts gelingen an diesem sommerlichen Tag in der Wetterau.

Fotos: Bad Nauheim gegen Kassel Huskies

Rote Teufel Bad Nauheim gegen Kassel Huskies

Auch nicht in der Schlussphase des Mitteldrittels, als Kassel eine perfekte Überzahl spielte. Mit einem Schönheitsfehler: Bei Snetsingers Schuss rutschte der Puck knapp vorbei, bei Klinges landete er am Pfosten. Erst zu Beginn des Schlussdrittels rutschte er endlich auch über die Linie des Nauheimer Tores. Alexander Heinrich brachte in Überzahl die Hoffnung zurück – das aber nur kurzzeitig. Weitere Zeitstrafen gegen Petr Sikora und Finkenrath ermöglichten den vierten Treffer der Gastgeber durch Patrick Strauch. Die Partie war entscheiden. Trotz weiterer Überzahlsituationen und einiger Möglichkeiten gelang den Huskies kein Tor mehr. Nun müssen sie am Dienstag wieder auf ihre Heimstärke vertrauen. (frz)

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kleineLadyKSAntwort
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Ich gehe seit 13 jahren zum Eishockey, seit 3 jahren zu jedem Heimspiel und Jubel mir die Seele ausm Leib, also weiß ich was ein echter Fan ist. Klar gefällt es mir nicht das einige so zurückhaltend spielen und natürlich sollte man seinen unmut darüber auch kund tun, aber immer sehen das es einen Teil gibt der sich den A... aufreißt und einige die es nicht mehr so eng nehmen.
Und ich freue mich schon seit Wochen auf den Tag wo es feststeht das wir die Halle sicher haben und das mit dem Aufstieg klappt und wir diesen nörglern endgültig zeigen können wer in Kassel die Nummer 1 ist.

BeetlejuiceAntwort
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Kleine Lady, jeder echte Fan steht zur Mannschaft. Und in der Halle geben wir dafür auch alles. Aber wir zahlen auch ne Menge Geld. Inklusive Auswärtsfahrten kommen da schon ein paar Hunderter zusammen. Deswegen steht uns auch zu, einmal zu sagen was uns nicht gefällt. Dazu gehört in erster Linie die mittlerweile sehr sehr unsichere Zukunft. Und die belastet nun auch langsam aber sicher die Mannschaft. Nach den letzten beiden Spielen hab ich so das Gefühl, das die Luft etwas raus ist, nach den grandiosen Siegen im Halbfinale. Und einige Spieler zeigen das deutlich. Und deswegen haben wir hier auch das Recht Kritik zu üben. Es bringt nichts hier Parolen zu rufen wie "Huskies geben niemals auf", "Auf gehts kämpfen und siegen" oder "wir hauen die Nauheimer schon weg". Das können wir in der Halle machen. Hier in diesem Portal betreiben wir Ursachenforschung und machen Vorschläge die uns einfallen, wie es weiter gehen könnte. Vielleicht ist da ja was dabei, was die Verantwortlichen bewegt, tatsächlich mal Nägel mit Köpfen zu machen. Dann können wir hier singen und feiern und "Mabuse" und "wegmitdenKoetern" in den A...... treten.
Für mich, wie schon an anderer Stelle gesagt, ist das Spiel heute absolut wegweisend. Noch so eine Leistung wie Freitag und Sonntag und alles ist gelaufen. Ob es dann nun an der fehlenden Kraft lag, oder an der Einstellung wissen wir erst später. Die Fahrt nach Nauheim jedenfalls können wir uns bei einer Niederlage sparen. Also, ich denke das wichtigste Spiel seit langen Jahren haben wir vor uns, es geht nicht nur um die Meisterschaft, sondern um die Zukunft.

kleineLadyKS
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Es bringt doch nichts wenn die eine hälfte Kämpft und die andere aufgegeben hat =( Ich stehe zu der Mannschaft, auch wenn sie es nur in die Endrunde geschafft hätten.

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