Alle Feldspieler sollen Tor schützen

Rossi setzt auf 16 Verteidiger gegen Frankfurt am Freitag

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Zwei im Fokus: Huskies-Torwart Markus Keller (rechts) und der Frankfurter Lukas Laub, der als 21-Jähriger mit vier Toren und zehn Vorlagen die große Überraschung im Löwen-Kader ist.

Kassel. Den Huskies gehen ausgerechnet vor dem hessischen Derby-Wochenende in der zweiten Eishockey-Liga die Toreverhindrer aus.

Lediglich vier Verteidiger hat Trainer Rico Rossi zur Verfügung im Heimspiel gegen die Frankfurter Löwen (Freitag, 19.30 Uhr, Eissporthalle), dem am Sonntag um 17 Uhr das Gastspiel in Bad Nauheim folgen wird. Doch Rossi bleibt auch in dieser Situation ruhig und verspricht: „Wir werden 16 Abwehrspieler aufs Eis bringen.“ Wie das? Die simple Marschroute des Trainers: „Jeder Feldspieler hat die Aufgabe, unseren Torwart Markus Keller zu unterstützen und den eigenen Kasten zu schützen.“

Eine Vorgabe, die Abwehrbeton der Huskies gegen Löwen und Rote Teufel erwarten lässt. „Es geht nicht darum, einen Schönheitspreis zu gewinnen, sondern erfolgreich zu sein“, erläutert Rossi. Und das gehe am ehesten mit simplem, effektivem Eishockey. „Wir wollen nicht mauern oder abwarten. Aber wir werden die Scheibe auch einfach mal aus dem Abwehrdrittel schlagen, wenn unser schnelles, aber kraftraubendes Umschaltspiel nicht umzusetzen ist.“

• Die Fakten:  Dorian Saeftel und Mathias Müller sind (nur) heute gegen Frankfurt gesperrt, Marco Müller (Knie) und Eric Stephan (Leisten-OP) verletzt. Vier Verteidiger also fehlen. Bleiben somit nur Alex Heinrich und Sören Sturm sowie Sven Valenti und Kevin Maginot als gelernte Blueliner. Im Angriff stehen dagegen alle zwölf Spieler parat: Förderlizenzler Lennart Palausch wird vom DEL-Team Mannheim zurückerwartet; Thomas Merl hat nach sechs Spielen Pause seine Handverletzung auskuriert und kehrt zurück.

• Die Alternativen: Stürmer Michi Christ hat früher schon bewiesen, dass er auch einen sehr soliden Abwehrpart spielen kann. Aber diese Variante ist wohl nur dann eine Option, wenn einer des verbliebenen Quartetts wegen Strafzeit oder Verletzung ausfallen sollte. Und Manager Joe Gibbs meinte augenzwinkernd: „Ich würde ja als Verteidiger einspringen. Aber ich habe eine Gehirnerschütterung von der DEL2-Sitzung in dieser Woche.“

Grundsätzlich gilt, was immer gilt: „Wir müssen diszipliniert auftreten, von der Strafbank fernbleiben“, sagt Rossi. „Und dann haben wir auch als Außenseiter in beiden Hessenderbys eine gute Chance, wieder eine neue Erfolgsserie zu starten.“ Die Mannschaft habe stets Kampfgeist und Moral gezeigt und sei bei einem gemeinsamen Abendessen ohne Coaches noch enger zusammengerückt.

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