Rückschlag beim Meister: Huskies unterliegen 0:5 in Bietigheim

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Vor dem Spiel: Die nordhessischen Fans sind mit einem Sonderzug auch in Bietigheim wieder da für ihre EC Kassel Huskies.

Bietigheim. Ja, es wäre tatsächlich ein Superwochenende gewesen, hätten die Huskies gleich zwei Spitzenreiter in der zweiten Eishockey-Liga vom Thron gestoßen.

Doch dem Coup vom Freitag in Bremerhaven (Bericht unten) folgte ein unerwartet deutlicher Rückschlag am Sonntag: Die Kasseler kassierten beim Titelverteidiger in Bietigheim eine 0:5 (0:2, 0:1, 0:2)-Niederlage.

Aktualisiert um 19.30 Uhr

Obwohl der Meister mit nur fünf Verteidigern und neun Stürmern auflief, gingen die vier kompletten Blöcke der Nordhessen leer aus. Sehr zum Verdruss ihrer mehr als 800 Anhänger, die u. a. im Happy Train angereist waren. „Wir hätten unseren tollen Fans heute gern einen Grund zum Feiern gegeben“, bilanzierte Rico Rossi daher entschuldigend. „Aber das war nicht unser Tag heute. Die ersten beiden Gegentreffer waren komisch, danach hatten wir gute Chancen und mehrfach den Anschluss auf dem Schläger. Doch trotz guter Moral und großen Kampfes haben wir kein Tor geschossen.“

Ein ums andere Mal nämlich waren seine Mannen am großartigen Steelers-Schlussmann Sinisa Martinovic gescheitert. Der einstige Kasseler (2005/06) verdarb den Gästen mit tollen Paraden die Laune und raubte ihnen früh die Chance auf einen neuerlichen Coup.

Zumal die Huskies in Bietigheim den Auftakt verschliefen. Erst der frühe Rückstand nach knapp acht Minuten durch Cabana, der aus einem Gewühl heraus den Puck über die Linie stocherte, war ein Weckruf für die Kasseler. Jetzt erst waren sie da, jetzt erst waren sie am Drücker. Doch Daoust, Merl, zweimal Carciola und Stephan – sie alle fanden ihren Meister in Martinovic. Schlimmer noch: Als das 1:1 förmlich bin der Luft lag, da folgte die nächste kalte Dusche: Dominic Auger, auch ein Ex-Kasseler (2009/10), hämmerte den Puck von der blauen Linie an den Innenpfosten des Kasseler Kastens, Schlussmann Markus Keller war geschlagen – 2:0 nach 18 Minuten für die Steelers.

Dennoch war für die Huskies immer noch etwas drin. Nur 30 Sekunden nach Wiederbeginn hatten sie die größte Chance zum Anschlusstreffer. Aber auch Torjäger Jamie MacQueen scheiterte nach einem Solo frei an Martinovic. Nun gab es kaum noch Entlastung für die Hausherren, die Kasseler machten viel Druck. Doch zu kompliziert agierten sie, zu schwach im Anschluss auch im fünfminütigen Powerplay, um die Steelers in die Bredouille bringen zu können. Die waren weitaus effektiver: Weller fand seinen Meister noch in Keller, doch als Justin Kelly dann den Kasseler Zerberus austanzte, war das vorentscheidende 3:0 (37.) perfekt. Dies nur wenige Sekunden nachdem Thomas Merl frei stehend um Millimeter das Ziel verfehlt hatte und ebenso kurz bevor Austin Wycisk auch nach feinem Konter mit Adriano Carciola die freie Bahn nicht nutzen konnte.

Spitzenreiter Bietigheim zeigte diesmal genau die Effektivität, mit der die Huskies am Freitag noch in Bremerhaven erfolgreich gewesen waren. Jason Pinizzotto ( 42.) und der erneut gegen die Kasseler überragende „Goldhelm“ Justin Kelly (52.) mit seinem 74. Scorerpunkt (31 Tore + 43 Vorlagen) in dieser Saison schraubten das Ergebnis noch zum 5:0-Endstand in die Höhe.

Morgen kommt Kaufbeuren An morgigen Dienstag nun empfangen die Huskies um 19.30 Uhr den ESV Kaufbeuren zum Nachholspiel in der Kasseler Eissporthalle.

Von Gerald Schaumburg und Andreas Eberle

Abfahrt der Huskies-Fans nach Bietigheim

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