Bayreuth ersetzt Bremerhaven – viele Änderungen im Regelwerk

Saisonstart in der DEL2: Alle Neuerungen im Überblick

Kassel. Alle Jahre wieder gibt es Neuerungen – auch in der DEL 2. Die Übersicht:

Die Klubs

Die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven sind für den wirtschaftlichen Aussteiger Hamburg Freezers in die DEL nachgerückt. Ihren Platz in der zweiten Liga nehmen die Falken Heilbronn mit Trainer Fabian Dahlem ein, die so zum zweiten Mal nacheinander trotz des sportlichen Abstiegs in der Liga bleiben. Der sportliche Aufsteiger kommt aus Bayreuth. Einer Stadt, deren Team 1985/86 sogar Bundesligist war und 1984, ’85, ’89 und ’90 Zweitliga-Meister. Rico Rossi trainierte den damaligen Oberligisten 2001/02.

Die Technik

Erstmals – und viele sagen endlich – wird im Unterhaus nun der Videobeweis eingeführt. Dazu wird für insgesamt 20 000 Euro inklusive Software über jedem Tor eine Kamera installiert, weitere Perspektiven können eingebunden werden, sofern weitere Kameras verfügbar sind. Die Schiedsrichter können auf einem Monitor nur dann die Szenen anfordern, wenn es um die Frage geht „Tor oder nicht Tor“. Der Videobeweis dient nur dazu, eine bereits getroffene Entscheidung zu überprüfen. Er darf auch herangezogen werden, wenn im Fall von Torraum-Abseits eine konkrete Behinderung des Torwarts durch einen Kontakt mit einem Stürmer vorliegt. Ein Schlittschuh im Kreis reicht da nicht mehr.

Die Änderungen

Die Teams dürfen nur noch 14 Spieler statt 15 auf den Spielberichtsbogen eintragen, die älter als 24 Jahre sind. Alle Ausländer gelten als Ü-24-Spieler. Verhängen die Schiedsrichter eine Zehn-Minuten-Strafe wegen Checks gegen den Kopf, entfällt nun das automatische Verfahren. Dafür wird nun jede Spieldauerstrafe vom Disziplinarausschuss verhandelt, da die Unparteiischen keine Matchstrafen mehr aussprechen.

Die Verlängerung 

Ein Format aus der nordamerikanischen Profiliga NHL erhält Einzug in den beiden deutschen Topligen: Die Verlängerung wird nicht mehr vier gegen vier, sondern nun mit drei gegen drei gespielt. Kassiert ein Spieler eine Strafzeit, darf die gegnerische Mannschaft einen vierten Akteur aufs Eis schicken. Die NHL-Klubs hatten diese Regelung eingeführt, um mehr sportliche Entscheidungen in der Overtime herbeizuführen anstatt im „Lotteriespiel“ Penaltyschießen. In den Playoffs allerdings bleibt’s beim Format fünf gegen fünf bis das entscheidende Tor fällt.

Das Penaltyschießen 

Nicht nur Huskies-Coach Rossi forderte immer wieder: Die Eisfläche wird vor einem Penaltyschießen abgezogen, also „angefegt“.

Der Modus

52 Spieltage umfasst die Hauptrunde. Die Teams spielen zweimal zu Hause, zweimal auswärts gegeneinander. Die besten sechs der Hauptrunde sind direkt fürs Viertelfinale qualifziert, die Teams auf den Plätzen sieben bis zehn spielen die beiden noch freien Playoff-Plätze aus. Die vier schlechtplatziertesten Klubs müssen in die Playdowns.

Die Schiedsrichter

Die komplette Saison samt Playoffs wird mit einem Hauptschiri und zwei Linesmen bestritten. Das Vier-Mann-System wird mittelfristig angestrebt, ein Wechsel aber entfällt nun.

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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