Keller hält großartig

0:2 – Kassel Huskies gehen trotz Sturmlaufs am Ende in Kaufbeuren leer aus

Vereitelte erneut klare Kaufbeurer Torchancen: Huskies-Schlussmann Markus Keller. Archivfoto:  Schachtschneide/nhr

Kaufbeuren. Die neue Skandinavien-Power des ESV Kaufbeuren hat den Kassel Huskies auch im dritten Anlauf den ersten Punktedreier verwehrt. Ohne Tore gab’s auch keine Punkte und die Nordhessen unterlagen 0:2 (0:0, 0:1, 0:1).

Sie inszenierten im Schlussdrittel zwar einen furiosen Sturmlauf, kamen aber nicht zu Zählbarem, sondern wurden ausgekontert. Der Schwede Simon Olsson (40.) und der Finne Joona Karevaara (43.) erzielten die Tore.

Im altehrwürdigen Eisstadion am Berliner Platz, das zur nächsten Saison durch einen Neubau ersetzt wird, zeigten die Schlittenhunde mit Neuzugang Drew MacKenzie an der Seite von Dorian Saeftel im dritten Vereidigungspaar viel Geduld und nun auch die nötige physische Präsenz. Doch der Schuss ging nach hinten los. Bereits nach 127 Sekunden kassierte Marco Müller nach einem Check von hinten 2 + 10 Strafminuten. Doch die beiden klarsten Torchancen der Hausherren ließ Schmidle – einmal sogar allein vor Torwart Keller – mit zwei unplazierten Schüssen ungenutzt.

Die Kasseler beschränkten sich zunächst auf kompakte, engagierte Defensivarbeit, nach vorn gab es noch zu viele Stockfehler und Missverständnisse. Erst am Ende des ersten Durchgangs kamen sie meist mit Braden Pimm zu ersten gefährlichen Situationen.

ESV-Torwart Stefan Vajs aber konnten die Kasseler über weite Strecken nicht gefährden. Auch wenn sich ihre individuelle Klasse allmählich durchsetzte und sie mehr Spielanteile bekamen, so spielten sie doch trotz 17:10 Torschüssen keine zwingenden Einschussgelegenheiten heraus. Als Michi Christ auf die Strafbank musste, machten vielmehr die Hausherren Druck, schnürten die Gäste zwei Minuten lang im Verteidigungsdrittel ein. Doch dank vorzüglicher paraden Kellers brannte nichts an.

Das änderte sich dann kurz vor der zweiten Pause. Einen Schuss des Finnen Karevaara aus der Nahdistanz machte Keller mit der Fanghand noch zunichte (38.), 28 Sekunden vor der Sirene aber war auch er machtlos. Laaksonen, ein weiterer neuer Finne gewann ein Bully, Woidtke zog von der Blauen Linie ab und es stand 1:0. Olsson, ein Schwede, hatte den Puck vor dem Kasten noch unhaltbar abgefälscht.

Die glückliche Führung der Kaufbeurer, doch sofort nach der zweiten Pause machten nun endlich die Huskies Dampf und bliesen vehement zur Attacke. Corey Mapes’ Schlagschuss entschärfte Vaijs (41.), auch bei vier Alleingängen von Alex Heinrich (42.), Manuel Klinge auf Zuspiel von Thomas Merl (43.), von Kapitän Klinge nach Patzer Osterlohs (54.) und erneut von Klinge (55.) war Endstation bei Kaufbeurens Schlussmann.

Gegen die aufgerückten Kasseler konterte der ESV vereinzelt brandgefährlich – und war erfolgreich. Weil wieder die Skandinavier kühle Klasse zeigten. Olssons Schuss von links wehrte Keller mit einem Schoner noch ab nach rechts, doch Karevaara vollstreckte eiskalt zum 2:0 (43.) Schiedsrichter: Hatz (Trostberg). Zuschauer: 1533 Tore: 1:0 (39:32) Olsson (Woidtke, Laaksonen), 2:0 (42:15) Karevaara (Olsson, Laaksonen) Strafminuten: Kaufbeuren 4, Kassel 6 + 10 Marco Müller

Von Thomas Schreiber und Gerald Schaumburg

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