Erinnerung an das 14:2

Vor dem Spiel gegen Crimmitschau: Nochmal Haue für die Piraten?

Die Piraten kommen: Crimmitschau gastiert heute in der Eishalle. Beim letzten Besuch gab es für die Gäste ordentlich Haue. Foto: dpa

Kassel. Sie sind auf die Zielgrade eingebogen, bald wird es ernst. Drei Spiele haben die Kassel Huskies in der DEL 2 noch zu absolvieren, dann geht es in die Playoffs der zweiten deutschen Eishockeyliga.

Heute, vor dem Heimspiel (19.30 Uhr) gegen Crimmitschau, stellt sich vor allem eine Frage: Bekommen die Eispiraten nochmal richtig Haue? So wie am 15. Januar, als die Huskies mit dem 14:2 für den Rekordsieg der Saison sorgten. Bei den weiteren Partien in Rosenheim am Sonntag und gegen Ravensburg am Dienstag geht es dann vor allem um die Endplazierung nach der Hauptrunde – und damit um den Playoffgegner. Doch erst einmal zurück zu den Piraten und ...

... die Erinnerung an ein 14:2. Da sagt Huskies-Trainer Rico Rossi nur auf den ersten Blick überraschend: „Das hinterlässt bei mir keinen großen Stolz.“ Denn Haue für den Gegner heißt eben auch: Haue für „Jungs, die denselben Sport treiben wie wir“. Und daraus folgt für Rossi: „Man fühlt in einer solchen Situation auch mit dem Gegner.“

Bei der Torflut der Huskies sei alles zusammengekommen. „Natürlich waren wir an diesem Tag sehr, sehr gut. Aber bei Crimmitschau lief auch alles schief. Das war nicht der starke Gegner wie sonst“, sagt Rossi. Zwar hat sein Team bisher alle drei Duelle gewonnen, doch in Crimmitschau war es beim 5:4 (nach Penalyschießen) und 4:2 zweimal sehr viel enger zugegangen. ... den Vorteilen aus einem 14:2. Was die Huskies aus einem solchen Sieg vor allem mitnehmen? „Die Gewissheit, dass wir sie schlagen können“, sagt Rossi, der natürlich auch den Stolz seiner Spieler nach dem Erfolg in Erinnerung hat. Stolz, der Selbstvertrauen geben sollte im nächsten Aufeinandertreffen.

Und Verunsicherung beim Gegner? Rossi glaubt eher an eine Extraportion Motivationen. Sollten die Huskies heute früh zu ersten Toren kommen ist aber auch denkbar: Dann dürfte die Erinnerung hochkommen an das 14:2 – und für Verunsicherung sorgen.

... die Gefahren eines 14:2.  Rossis erste Reaktion ist da eindeutig: „Lasst uns dieses Ergebnis vergessen. Es war eine einmalige Situation, die so nicht wiederkommen wird.“ Der Trainer warnt vor den Gefahren der Überheblichkeit: „Meine Jungs dürfen nicht denken, das geht von selbst, nur weil es damals von selbst ging.“ Er rechnet mit einer Trotzreaktion des Gegners. Und erinnert an die schmerzhafte Erfahrung aus jüngster Vergangenheit: Einem 9:0 in Freiburg folgte für die Huskies zuletzt eine 2:3-Niederlage. „Aus dieser Erfahrung müssen wir lernen“, fordert Rossi.

... die Voraussetzung für erneute Haue.  Sind rein personell gesehen bestens. Die Huskies sind komplett, weil auch Angreifer Jens Meilleur seine Verletzung auskuriert hat. Das Tor wird diesmal wieder Jimmy Hertel hüten, der die ganze Woche mit dem Team trainierte. Aber: Die Eispiraten haben sich mittlerweile auf Platz zehn gekämpft und wollen sich unbedingt aus den Abstiegsrängen fernhalten. Und unabhängig von der Höhe zählt für Rossi ohnehin nur: „Wir wollen drei Siege und Platz drei!“

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