Summergame in Frankfurt: Eindrücke vor dem ersten Bully

Frankfurt. Derby in der DEL2 zwischen den Löwen aus Frankfurt und den Kassel Huskies. Die Fahrt diesmal führt aber nicht zur Eishalle am Ratsweg, sondern zur Commerzbankarena in Frankfurt, wo normaler die Fußballer der Eintracht ihre Heimspiele austragen.

Das Plakat vor dem Stadion weist auch auf die Partie gegen Leverkusen hin. Aber heute ist hier nicht Fußball, heute ist hier Eishockey. Summergame.

Summergame!

Es ist wirklich Sommer an diesem 10. September. Knapp 30 Grad, die Eisverkäufer machen ordentlich Geschäft. Es ist jetzt kurz vor 17 Uhr, noch zwei Stunden bis zum ersten Bully, die meisten Huskies-Fans sind schon da. 30 Busse haben sich am Mittag aufgemacht, insgesamt 8000 Nordhessen in Südhessen. Die meisten tragen ein T-Shirt, das darauf hinweist, wer hier als Meister auftritt: die Huskies.

Wer mehr als ein T-Shirt trägt, der geht auch mit Strickpulli in die Sauna. Achim Herwig, Bernd und Sabine Vogel haben extra eine Art Sonnenhut aufgesetzt, um der Hitze zu trotzen. Sie erfreuen sich an der Atmosphäre auf dem Vorplatz der Arena, auf den in diesem Moment der Huskies-Bus einbiegt. Die Fans stehen Spalier, schwenken ihre Schals – ein bisschen ist das wie bei einem WM-Endspiel im Fußball. Als die Huskies-Spieler den Bus verlassen, tragen sie einheitliche Shirts, die aussehen wie Hawaii-Hemden. Das passt zu den Rahmenbedingungen.

Von denen beeindruckt sind auch die Huskies-Anhänger Peter und Andreas Wrobel ebenso wie Ralph Osken. Sie sind wie so viele mit dem Bus angereist und freuen sich auf das Spiel. Peter Wrobel war schon beim WM-Auftaktspiel 2010 zwischen Deutschland und den USA auf Schalke vor 78000 Zuschauern. Aber da war es nicht so heiß. Seinem Sohn Andreas gefällt vor allem, dass er hier unter Freunden ist – bei all den Kasselern, die mitgekommen sind. Ralph Osken ist aufgefallen, dass Eishockey viel friedlicher zu sein scheint als Fußball. „Ich habe kaum Polizisten gesehen.“ Die Beamten, die da sind, schlecken entspannt ein Eis. Wohl dem, der nicht für die Fußballpartie Darmstadt gegen Frankfurt am selben Nachmittag eingeteilt worden ist.

Die Huskies-Fans machen sich jetzt auf in ihren Block. Das sieht aus wie eine kleine Völkerwanderung. Als sie das überdachte Stadion betreten, skandieren sie: „Hurra, hurra, die Kasseler sind da.“ Es ist noch einmal schwüler als draußen, und es fragt sich, wie es wohl die Eishockeyspieler aushalten auf der Eisfläche, die noch abgedeckt ist. Noch knapp eine Stunde, dann geht es los. Stefanie Heinzmann stimmt die Menge ein. Bisher sind es vor allem die Kasseler, die für Stimmung sorgen.

Rubriklistenbild: © Hagemann

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