Sechs-Punkte-Wochenende ist perfekt

Trumpfkarte Defensive: Abgeklärte Huskies gewinnen 3:1 in Dresden

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Eine der Trumpfkarten: Torhüter Markus Keller.

Dresden. Das erste Sechs-Punkte-Wochenende der Huskies in der DEL2-Saison ist perfekt. Dank ihrer Trumpfkarten Defensive, Goldhelm Jack Downing und Torhüter Markus Keller.

Die abgeklärte Kasseler haben bei den Dresdner Eislöwen mit 3:1 (1:1, 1:0, 1:0) gewonnen. Damit ließen sie dem 3:1 gegen Weißwasser am Freitag den zweiten Erfolg folgen.

Mit nur 18 Spielern im Kader hatten die Huskies die dritte Auswärtsfahrt der angetreten. Bereits bekannt war, dass Alex Lambacher (verletzt), Carter Proft und Kevin Maginot (beide beim Förderlizenzpartner Adler Mannheim im Einsatz) nicht zur Verfügung stehen würden. Überraschend aber standen auch Kapitän Manuel Klinge und US-Verteidiger Drew MacKenzie nicht im Kader. Entsprechend musste Huskies-Trainer Rico Rossi seine Reihen umbauen. Corey Mapes und Esa Lehikoinen bildeten nun ein Verteidigerduo, ebenso Mathias Müller und Dorian Saeftel sowie Alex Heinrich und Marco Müller. Toni Ritter ersetzte Klinge an der Seite von Downing und Braden Pimm, Wycisk komplettierte die Formation mit Philipp Schlager und Thomas Merl.

Die Umstellungen aber fielen kaum ins Gewicht. Denn spielerisch knüpften die Huskies dort an, wo sie am Freitag gegen die Lausitzer Füchse aufgehört hatten: Sie bauten ihr Spiel aus einer sicheren Defensive heraus auf – doch anders als gegen Weißwasser brauchten sie diesmal nicht 38 Minuten auf den ersten Treffer zu warten: Ganze 131 Sekunden waren absolviert, als Austin Wycisk zum 1:0 traf. Von halblinks kam der Oldie im Team zum Schuss und Dresdens Torhüter Kevin Nastiuk rutschte die Scheibe durch die Schoner (3.). Lange aber währte diese Führung nicht. Denn als Corey Mapes wegen Spielverzögerung die tatsächlich einzige Zwei-Minuten-Strafe des gesamten Abends absaß, war die beste Powerplay-Mannschaft der Liga direkt zur Stelle: Nach 43 Sekunden ließ Petr Macholda mit einem Schlagschuss von der Blauen Linie Markus Keller im Huskies-Tor keine Chance. Vom Gebälk knallte der Puck hinter die Linie zum 1:1 (10.).

Kurzzeitig verwandelte sich die Partie nun in ein Duell auf Augenhöhe zwischen den Gastgebern und dem Meister aus Nordhessen, denn die Dresdner fanden besser ins Spiel. Doch wenn sie das Kasseler Defensivbollwerk einmal geknackt hatten – etwa durch Schüsse von Marius Garten oder durch Marcel Rodman – dann war spätestens da Keller Endstadion.

Tonangebend blieben trotz dieser Nadelstiche aber die Kasseler. Sie ließen die Scheibe laufen und warteten beharrlich auf ihre Chancen. Geduld, die sich schließlich auszahlte. „Was Macholda kann, kann ich auch“, schien sich Downing wohl gedacht zu haben. Längst ist ja bekannt, über welche Schussstärke der US-Angreifer verfügt. Und als sich die Gelegenheit bot, zog er völlig unbedrängt ebenfalls von der Blauen Linie ab. Die Scheibe landete unhaltbar für Nastiuk im Winkel (30.) zum 2:1. Andre Gerartz und Thomas Merl hätten kurz danach nach mit einer schönen Co-Produktion auf 3:1 erhöhen können, scheiterten aber im letzten Moment am Dresdner Schlussmann (33.).

Wirklich bange musste den 150 mitgereisten Huskies-Fans aber auch im Schlussabschnitt nicht werden. Denn den Gastgebern gelang es lange kaum, die weiterhin clever verteidigenden Huskies ernsthaft unter Druck zu setzen. Erst in der Schlussphase kam mehr Leben in die Partie. Erst gab es eine Schrecksekunde für die Huskies: Verteidiger Marco Müller blieb nach einem geblockten Schuss auf dem Eis liegen, hielt sich den Kopf, fuhr zur Bank. Doch Entwarnung: Er konnte aber kurz darauf weitermachen. Die Gastgeber wurden im Angesicht der drohenden Niederlage nun aktiver. Die besten Gelegenheiten ergaben sich für Dresdens Goldhelm: Erst blieb Brendan Cooks Schussversuch am Gehäuse hängen (52.), dann war Keller 80 Sekunden vor dem Ende auf dem Posten, als er frei vor ihm zum Schuss kam. Eislöwen-Coach Bill Stewart ging noch einmal volles Risiko, nahm Nastiuk zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch das Tor fiel auf der anderen Seite: Thomas Merl traf 38,6 Sekunden vor dem Ende ins leere Tor.

Schiedsrichter: Melia (Neuss)

Zuschauer: 2239 Tore: 0:1 (2:11) Wycisk (Marco Müller, Schlager), 1:1 (9:52) Macholda (Rinkinen – 5:4), 1:2 (29:18) Downing (Pimm, Ritter), 1:3 (59:21) Merl (Pimm)

Strafminuten: Dresden – Kassel 2

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