Sonntag kommt Kaufbeuren

Trumpfkarte Überzahl: Huskies heute in Crimmitschau

Vier des gefährlichen Powerplay-Quintetts: (von links) Manuel Klinge, Braden Pimm, Toni Ritter und Jack Downing (verdeckt). Foto: Schachtschneider

Kassel. Der Meister hat sich in der Spitze der DEL2 festgesetzt. Nicht zuletzt, weil die Huskies in einer Disziplin richtig erfolgreich sind: in Überzahl.

Diese Trumpfkarte wollen die Kasseler auch in den Aufgaben des Wochenendes ausspielen. Heute Abend sind sie zu Gast bei den Eispiraten Crimmitschau (20 Uhr, im Sahnpark), am Sonntag empfangen sie Kaufbeuren (17 Uhr, Eissporthalle).

Die Zwischen- und Endstände der Auswärtspartie gibt es auf Kassel Live

„In engen Spielen geben die Special Teams oft den Ausschlag über Sieg und Niederlage“, unterstreicht Huskies-Trainer Rico Rossi die Bedeutung von Über- und Unterzahl und verweist auf das 3:2 seiner Mannschaft in Ravensburg am vergangenen Sonntag. Während die Towerstars eine Strafzeitenflut der Kasseler im zweiten Drittel nicht nutzen konnten, machten die Kasseler vor, wie es richtig geht: Manuel Klinge erzielte seine beiden Treffer im Spiel fünf gegen vier. Beim 6:5 gegen Bayreuth mutierten die Huskies mit gleich vier Überzahl-Toren zu wahren Powerplay-Monstern.

Mittwochs stehen in einer Trainingseinheit ausschließlich Special Teams auf dem Programm. Außerdem bereiten Rossi und sein Co-Trainer Hugo Boisvert ihre Spieler detailliert mit Videos auf den Gegner vor – auch auf dessen Verhalten in Über- und Unterzahl. „Wir investieren in diesem Bereich viel Zeit“, erklärt Rossi und ergänzt: „Hugo macht die meiste Arbeit, er studiert die Videos und wählt die Sequenzen aus, die wir nachher mit der Mannschaft durchgehen.“

Zahlen belegen, wie stark die Huskies im Powerplay darstehen: Sie sind das zweitbeste Team der Liga mit einer Quote von 28,1 Prozent. Heißt: In jedem dritten oder vierten Überzahlspiel erzielen sie ein Tor. In ihren bisherigen 57 Powerplay-Situationen trafen sie 16-mal. Vor gut einem Jahr lag ihre Quote noch bei 18 Prozent. Nur Dresden ist aktuell noch effektiver als Kassel: In 38 Überzahlsituationen trafen die Eislöwen 15-mal (39,5 Prozent). Schlusslicht ist derzeit Ravensburg (9,5 Prozent).

„In der Regel haben wir schon vor Saisonbeginn die Kandidaten fürs Powerplay im Blick. Das sind auch jene, die jetzt spielen. Aber es geht auch anders. Phil Hungerecker zum Beispiel hätten wir noch nicht so früh in einer Überzahl-Formation erwartet“, erklärt Rossi.

Für die Topquote verantwortlich ist bei den Huskies aber vor allem die erste Formation: Alex Heinrich, Jack Downing, Manuel Klinge, Toni Ritter und Braden Pimm. Eine Einheit, die über enorme Offensivkraft verfügt, schließlich sind nicht nur vier Stürmer auf dem Eis, sondern mit dem gelernten Angreifer Heinrich gewissermaßen sogar fünf. Von zwei Minuten in Überzahl erhält diese Formation derzeit im Schnitt 1:30 Minuten Eiszeit. Zur zweiten Überzahlformation gehören die Verteidiger Esa Lehikoinen und Drew MacKenzie sowie Carter Proft, Thomas Merl und eben Hungerecker. „Wir arbeiten daran, dass auch diese Formation besser wird“, sagt der Coach.

Vielleicht lässt sie ja heute schon in Crimmitschau aufhorchen.

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