Eishockey: Huskies mit Ungleichgewicht bei Heim- und Auswärtsspielen gegen einzelne Teams

Huskies: Unverständnis über den Spielplan

Kassel/Neuss. Der Fan wundert sich, die Fachleute sind unglücklich und in Erklärungsnot: Der Spielplan der zweiten Eishockey-Liga sorgt für Ärger und Unverständnis.

Denn: Gegen einige Mannschaften sind die Kassel Huskies nach 18 von 52 Spieltagen bereits zweimal am selben Ort angetreten.

Die Fakten: Zweimal schon haben die Kasseler in Dresden und beim SC Riesseree in Garmisch-Partenkirchen gespielt, aber noch nicht daheim. Zweimal schon waren die Zugpferde Frankfurt und Bremerhaven in Kassel zu Gast, zweimal noch müssen die Huskies zu beiden Rivalen reisen.

Die Position der Huskies: „Die Liga gibt den Plan weitgehend vor, wir hatten praktisch keinen Einfluss darauf“, erklärte Huskies-Manager Joe Gibbs. „Aber genau das war unser Wunsch – für diese Saison genauso wie für die Zukunft.“

Den finanziellen Aspekt will der Kasseler dagegen nicht so hoch bewerten. Auch wenn die frühe Ansetzung der lukrativen Heimspiele gegen Frankfurt und Bremerhaven Geld gekostet haben dürfte. Gegen die Löwen kamen im September 5633 Zuschauer und kürzlich sogar nur 5076 Fans. In der Eishockeys-Booomzeit ab Dezember wären beide Spiele vermutlich ausverkauft gewesen. Gegen Bremerhaven waren 2517 und 3207 Leute da.

Die Position der Liga: „Wie viele andere sind auch wir nicht glücklich mit diesem Spielplan“, räumt René Rudorisch ein. Der Geschäftsführer der DEL2 erklärt, dass auch diese 13. oder 14. Version des von einem Computerprogramm erstellten Plans keine optimale Lösung sei – obwohl sie die wenigsten Probleme bereitet.

Er begründet das aktuelle Programm im Widerspruch zu Gibbs „mit den vielen, vielen Wünschen der Klubs, die wir berücksichtigen wollten und berücksichtigt haben“. Belegte Hallen durch andere Veranstaltungen, eine gleichmäßige Verteilung von Heimspielen am Freitag und Sonntag, die Vermeidung von Wochentag-spielen – „die Anforderungen sind schlichtweg riesig“.

In dieser Saison, so Rudorisch, „müssen wir mit diesem Plan nun leben. Für die nächste Saison wird dann der Rahmenspielplan besser fixiert“, verspricht der Ligenleiter.

Rubriklistenbild: © Storch

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