Sonntag, 18.30 Uhr - Live-Radio aus Bad Nauheim

„Sind besser geworden“: Nauheim geht optimistisch ins Derby gegen Huskies

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So war es in der vergangenen Saison: Husky Jamie MacQueen taucht gefährlich vor Bad Nauheims Torwart Mikko Rämö auf.

Bad Nauheim. Platz sechs und die direkte Qualifikation für das Viertelfinale der Deutschen Eishockey-Liga 2, die damit erfolgreichste Saison des EC Bad Nauheim seit 2004, hat Erwartungen geweckt.

„Wir sind besser geworden, aber das sind die anderen Mannschaften ebenfalls. Alles oberhalb von Rang zehn ist eine Zugabe“, sagt Petri Kujala vor dem kleinen Hessenderby gegen die Huskies (Sonntag, 18.30 Uhr in Bad Nauheim) bescheiden.

Der 46-Jährige, im Vorjahr als Trainer des Jahres ausgezeichnet, coacht die Roten Teufel in der dritten Saison. Der Start in diese Spielzeit mit zwölf Punkten aus acht Partien (Tabellenplatz sechs) ist in Bad Nauheim als gelungen zu betrachten.

Die Roten Teufel, die mit einem 2,35-Millionen-Etat in die Saison gehen und mit 2600 Zuschauern kalkulieren, hatten im Sommer ihren Kader noch einmal verjüngt und zugleich mit einer Tradition gebrochen. Erstmals seit der Spielzeit 1978/79 geht eine Mannschaft aus Bad Nauheim ohne einen in Kanada geborenen Spieler in die Saison (2013 waren es noch acht Kanadier). Mit den Kontingentspielern Mikko Rämö (DEL2-Torwart des Jahres in der vergangenen Saison), Joel Johansson und Nick Dineen sind drei Schlüsselspieler der vergangenen Saison geblieben.

Die vierte Stelle, die im Vorjahr Dustin Cameron besetzt hatte, begleitet nun Juuso Rajala, ein Mittelstürmer aus Finnland, der die Torgefahr der zweiten Reihe erhöht und das Powerplay lenkt. Auffallend bislang: Die Offensiv-Verantwortung konnte - das lassen zumindest die ersten Eindrücke erwarten - breiter verteilt werden. Dusan Frosch und Nick Dineen beispielsweise, die teaminternen Torjäger zwei und drei aus dem Vorjahr, haben bislang erst zweimal getroffen; und zwar in der Addition.

Die Aufmerksamkeit im Angriff hat in den ersten Wochen überraschend Eugen Alanov auf sich gezogen. Dass der 20-Jährige nur schwer von der Scheibe zu trennen ist, hatte er bereits zeigen können. Jetzt trifft der gebürtige Kasache aber auch das Tor. Mit vier Treffern hat er schon vor dem Wochenende seine Vorjahresausbeute verdoppelt.

„Er spielt auf dieser Position, weil er sie verdient. Er profitiert von seinen Mitspielern und diese von ihm“, sagt Kujala über seinen aktuellen Toptorjäger (zusammen mit Rajala). Mit Routiniers wie Radek Krestan und Vitalij Aab sowie U-24-Spielern wie Dominik Meisinger und Andreas Pauli finden sich weitere Namen im Kader, die immer für einen Treffer gut sind.

Defensiv dreht sich alles um Joel Johansson. Der Schwede, der fast die komplette letzte Saison aufgrund einer Knieverletzung verpasst hat, überzeugt mit Übersicht, Ruhe und Präsenz. Und zwischen den Pfosten haben die Teufel Mikko Rämö, der gerade in den Derbys auf den Punkt Höchstleistungen abrufen kann. (red)

Wir übertragen die Partie aus Bad Nauheim am Sonntagabend ab 18.30 Uhr live bei Radio HNA.

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