Am Samstag Regeneration bei den Huskies

Schon 5000 Karten für Spiel am Sonntag weg

Kassel. Es deutet alles darauf hin, dass das fünfte und entscheidende Spiel zwischen den Kassel Huskies und den Löwen Frankfurt um den Einzug ins Playoff-Finale der Eishockey-Oberliga am Sonntagabend ausverkauft sein wird.

Aktualisiert um 18 Uhr

Für die Partie in der Kasseler Eissporthalle, die um 18.30 Uhr beginnt, sind (Stand Samstagabend) mehr als 5000 Karten verkauft. Das teilte Eishallen-Chef Stefan Traut mit. Bis Sonntagmorgen, 10 Uhr, haben noch die Dauerkarteninhaber Gelegenheit, ihre Tickets zu verlängern. Danach gehen diese Plätze in den freien Verkauf. "Das wäre die letzte Möglichkeit, noch einen Sitzplatz zu ergattern. Die anderen sind bereits alle ausverkauft", sagt Traut. "Wir rechnen mit ausverkauftem Haus und hoffen, dass dieses ausverkaufte Haus unsere Mannschaft ins Finale tragen wird." In der Eissporthalle finden 6100 Menschen Platz. Auch die ersten beiden Heimspiele der Huskies in der Halbfinal-Serie waren ausverkauft. Wie begehrt die Tickets sind, zeigte sich bereits am Freitagabend. Unmittelbar nach dem Ende der vierten Partie in Frankfurt hatten die Huskies die Ticket-Hotline freigeschaltet. "Zwischen 21.50 und 22 Uhr waren 500 Tickets weg", sagt Traut.

Stimmen vor dem Spiel

Am Samstag stand für die Huskies Regeneration auf dem Programm. Am Mittag absolvierten sie eine leichte Trainingseinheit mit Auslaufen und einigen Übungen und sprachen danach kurz über die 2:4-Niederlage vom Freitag in Frankfurt. Die war dann aber auch schnell abgehakt.

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„Du kannst nicht immer einen Rückstand umbiegen, und Trübsal blasen hilft uns nicht“, sagt Torhüter Benjamin Finkenrath. Der Fehlstart mit zwei Gegentreffern innerhalb von 93 Sekunden gleich zu Beginn der Partie war deshalb auch kein großes Thema mehr. Im Blickpunkt stand vielmehr das, was gut gelaufen war in Südhessen. „Wir sehen es so: Wir haben in 58 Minuten nur ein Gegentor bekommen und waren die spielbestimmende Mannschaft. Wenn wir am Sonntag so spielen, haben wir gute Chancen, die Partie zu gewinnen. Wir legen in das Spiel alles rein“, fasst es Finkenrath zusammen.

Ähnlich sieht das Trainer Uli Egen. „Wir sind zu Hause eine Macht und wollen Sonntag ins Finale. Das ist unser Ziel“, erklärt er. Der Coach freute sich zudem darüber, dass seine Mannschaft über 60 Minuten insgesamt den frischeren Eindruck hinterließ als Frankfurt. „Meine Spieler sind fit“, sagt er.

Zwei Momente der Einigkeit gab’s übrigens noch am späten Freitagabend zwischen Huskies und Löwen, als Vertreter beider Lager mit gemeinsamem Applaus reagierten: Zum einen, als das Ergebnis aus Bad Nauheim verlesen wurde (3:5 zu Hause gegen Selb), zum anderen bei der schlagfertigen Antwort von Huskies-Trainer Uli Egen auf die Frage von Frankfurts Stadionsprecher Rüdiger Storch zum Abschluss der Pressekonferenz: „Uli, hast du einen Tipp, wie wir bei euch in Kassel gewinnen können?“ Egens Antwort: „Wir können in Frankfurt nicht gewinnen, und Frankfurt kann bei uns nicht gewinnen.“

Von Michaela Streuff

• Tickets: Der Ticketverkauf sei sehr gut angelaufen, war am Samstagnachmittag von Huskies-Seite zu hören. Eintrittskarten gibt’s über Homepage der Huskies (www.eckasselhuskies.de) und die Tickethotline 01805/040300. Zusätzlich haben am heutigen Samstag der Sportshop sowie zwei zusätzliche Kassen an der Eissporthalle geöffnet, dazu am Sonntag ab 12 Uhr nochmals der Sportshop. Bis Sonntag, 10 Uhr, haben Dauerkarten-Inhaber die Möglichkeit, ihre Plätze zu verlängern, danach gehen auch ihre Plätze in den freien Verkauf.

Bilder von der Niederlage in Frankfurt

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Rubriklistenbild: © Pressefotografie Storch, Bad Hg.

Truelies
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Die Löwen hätten den Einzug ins Finale verdient! Bei 5 gegen 5 sind sie immer die Besseren. Die Kassler provozieren in kniffligen Situationen Strafen, um in Ihr wirklich gutes Überzahlspiel zu kommen, aber das kann doch nicht die Spielweise eines Meisters sein. Bei den Schiedsrichterentscheidungen sind sie bis jetzt auch immer besser weggekommen. Einfach deshalb wäre der Finalist Frankfurt der Gerechtere.

Eishockeyexperte
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Kann ich eigentlich für die Huskies Spieler noch ein paar Plätze auf der Strafbank kaufen? Im Onlineshop sind sie noch nicht vergeben?

Icefighter
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Stellt sich doch die Frage, warum man innerhalb von 93 Sekunden zwei Treffer kassiert und in 58 Minuten nur ein Gegentor? Wo liegt also der „Hase begraben“? Wenn unsere Spieler fit sind, so müssen Sie auch die Leistung abrufen welche im Moment gefordert ist. Ulli Egen sollte sich auch tunlichst überlegen ob es die richtige Variante war erst 40 Sekunden vor Schluss Finkenrath herauszunehmen und durch einen Spieler wie Brad Snetsinger zu ersetzen, der leistungsmäßig nicht den fittesten Eindruck in den letzten Spielen hinterlassen hat. Hoffen wir und drücken wir die Daumen, dass am Sonntag unsere Huskies einen günstigeren Start erleben und der Kampfgeist sowie die Leidenschaft wieder zurückkehrt, damit es am Ende etwas zu feiern gibt und die Frankfurter gesenkten Hauptes die Halle verlassen. Einen Sieg verdient haben es unserer Schlittenhunde allemal.

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