Kommentar zum Mini-Marathon: Kinder sind Vorbilder

Maximilian Bülau über das Verhalten der Teilnehmer am Mini-Marathon

Am Zieleinlauf im Aue-stadion zeigt sich nicht nur, wer der schnellste Läufer ist. Während des Mini-Marathons wird deutlich, wer der eigentliche Gewinner dieser Veranstaltung ist - nämlich alle. Und das nicht, weil jeder Starter auch eine Medaille bekommt.

Da laufen Frauen mit Kopftuch ein, Lehrer begleiten einen behinderten Schüler, der die Strecke im Rollstuhl zurücklegt, viele Starter haben Migrationshintergrund oder gehören zu den vielen Hunderttausenden, die aus ihrer Heimat flüchten mussten. Dazu regnet es ununterbrochen. Und das alles ist völlig unerheblich.

Im Ziel wird nicht über Religionen diskutiert oder darüber, aus welchem Land jemand stammt. Integration und Inklusion ist hier selbstverständlich. Und die jungen Sportler danken es mit einem Lächeln - ganz egal, ob jemand als Erster, Zehnter oder Letzter das Rennen beendet.

Dieser Umgang miteinander und diese Einstellung zum Gewinnen und Verlieren sollten als Vorbild für viele Bereiche des Lebens dienen. In dieser Hinsicht haben die 4000 Kinder manchen Älteren schon jetzt eine Menge voraus.

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