Kerber vor erstem Grand-Slam-Finale: Routine wie immer

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Angelique Kerber trifft im Finale der Australian Open auf Serena Williams. Foto: Made Nagi

Auf Angelique Kerber wartet im Finale der Australian Open die Titelverteidigerin und derzeit beste Tennisspielerin der Welt. "Der Druck liegt bei ihr", sagt die Kielerin über Serena Williams.

Melbourne (dpa) - Vor dem ersten Grand-Slam-Finale ihrer Karriere will Deutschlands Tennis-Star Angelique Kerber keine verrückten Dinge machen. Vielmehr setzt die Kielerin mit Blick auf das Endspiel der Australian Open am Samstag (9.30 Uhr) auf einen normalen Ablauf.

"Ich werde versuchen, etwas länger zu schlafen. Dann werde ich im Hotel ein bisschen ins Gym gehen und anschwitzen", sagte Kerber, für die es das erste Spiel in der sogenannten Night Session in der Rod Laver Arena ist. Deshalb wird sie etwas später als sonst auf die Anlage fahren, sich dann kurz einschlagen "und dann ganz normal meinen Rhythmus machen".

Dass sie gegen die Weltranglisten-Erste aus den USA ganz klare Außenseiterin ist, will sie zu ihren Gunsten nutzen. "Der Druck liegt bei ihr", sagte Kerber. 2012 in Cincinnati konnte die deutsche Nummer eins die übermächtige Williams bereits einmal überraschen. Kerber weiß daher, worauf es ankommt. "Man darf auf gar keinen Fall kurze Bälle gegen sie spielen, weil sie mich dann vom Platz schießt", sagte Kerber. "Ich werde versuchen, Länge in meinen Bällen zu haben und gut aufzuschlagen. Und ihren zweiten Aufschlag muss ich angreifen."

Egal wie das Finale in der Metropole am Yarra River ausgeht, viel Zeit zum Feiern wird Kerber nicht haben. Bereits am Sonntag geht der Flieger über Bangkok zurück nach Deutschland, schon am kommenden Wochenende steht in Leipzig das Erstrunden-Duell im Fed Cup gegen die Schweiz an. Gedanken daran, ihren Start im Team-Wettbewerb wegen der Strapazen abzusagen, hatte Kerber keine. "Ich hoffe, ich bin noch im Team", scherzte sie.

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