Klinsmann gegen Schäfer: Trainerduell beim Gold Cup

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US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann will auf dem Weg zum Titel nicht über Jamaika stolpern. Foto: Marius Becker

In ihrer Zeit als Fußballer haben sich Jürgen Klinsmann und Winfried Schäfer knapp verpasst - nun treffen der US-Trainer und der Jamaika-Coach im Halbfinale des Gold Cups aufeinander. Die Favoritenrolle im 23. Duell der Teams in Atlanta haben die Gastgeber.

Atlanta (dpa) - Jürgen Klinsmanns US-Boys sind heiß auf das nächste Finale. Doch die Karibik-Kicker von Coach Winfried Schäfer wollen ihre Außenseiter-Chance nutzen. Beim Gold Cup in den USA treffen die beiden deutschen Fußballtrainer am Mittwoch in Atlanta erneut aufeinander.

Die Gastgeber gelten im 23. Duell der beiden Nationalmannschaften als klarer Favorit. Aber die Klinsmann-Truppe ist gewarnt: Denn Jamaika ist das Überraschungsteam des Kontinentalturniers von Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) - und will das auch bleiben.

"Bei uns ist unheimlich viel Herz dabei", sagte "Winnie" Schäfer in einem Interview des Fachmagazins "Kicker". Der deutsche Trainer hält große Stücke auf sein Team: "Und Fußball spielen können wir sowieso." Schon der Halbfinaleinzug sei angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen im jamaikanischen Fußball ein Riesenerfolg.

Mut macht den Jamaikanern nicht nur die aktuelle Topform, sondern auch die Erinnerung an die WM-Qualifikation für 2014: Von vier Duellen mit den Amerikanern hatten sie immerhin drei gewonnen - das letzte mit Schäfer. Und nun stehen sie erstmals seit 1998 im Halbfinale des Gold Cups. Im Viertelfinale hatten sich die Reggae Boyz beim 1:0 gegen Haiti allerdings noch recht schwergetan.

Jamaika sei ein schwieriges Team für seine Mannschaft, erklärte Klinsmann. "Das Spiel am Mittwoch wird hart." Jamaika sei unglaublich schnell und in guter körperlicher Verfassung. Schaut man auf die Statistik, muss sich Klinsmanns Team deutlich weniger Sorgen machen als die Jamaikaner. Alle drei bisherigen Gold-Cup-Begegnungen gewannen die USA, in den bisherigen 22 Duellen verließen sie 13 Mal als Sieger den Platz.

Für Klinsmann seien die Voraussetzungen in den USA jedoch besser, meint Schäfer. "Der Verband, ebenso wie Kanada oder Mexiko, verfügt über viel Geld, es gibt moderne Trainingsgelände, wie in Los Angeles. Da hat man die besten Bedingungen, um sich auf so ein Turnier vorzubereiten." In Jamaika gebe es nur eine Anlage, deren Plätze in einem "katastrophalen Zustand" seien, sagte er dem "Kicker".

Zu ihren Profi-Zeiten hatten sich Klinsmann (50) und Schäfer (65) einst knapp verpasst. Als der Schwabe seine Bundesliga-Karriere beim VfB Stuttgart startete, klang die des Pfälzers bei Borussia Mönchengladbach gerade aus. Dennoch gibt es eine enge Verbindung zwischen beiden: Einer der besten Freunde von Schäfer ist Klinsmanns Berater Berti Vogts.

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Klinsmann zu Jamaika

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