Kombi-Start: Rebensburg auf ungewohntem Ski-Terrain

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Viktoria Rebensburg geht beim Weltcup in Crans Montana in der Super-Kombination an den Start. Foto: Tobias Hase

Viktoria Rebensburg hat nach langem Tüfteln das erfolgbringende Setup auf dem Ski gefunden. Bestärkt von einigen Podestplätzen wird sie am Sonntag ungewohntes Terrain betreten - nämlich einen Slalom-Kurs im Rahmen der Super-Kombination von Crans Montana.

Crans Montana (dpa) - In Crans Montana steht die nächste Station der alpinen Ski-Damen im Kampf um den Gesamtweltcup an. Eine Mini-Chance bei Abfahrt und Super-Kombination hat auch Viktoria Rebensburg - die ermuntert von zuletzt starken Rennen vor einer Premiere steht.

Wie stehen Rebensburgs Chancen auf den Gewinn des Gesamtweltcups?

Die sind minimal. Die Deutsche (820 Punkte) geht mit großem Rückstand auf Vonn (1060) und Gut (973) in die Rennen in der Schweiz. Weil bis zum Weltcup-Finale im März noch etliche Speed-Rennen und damit die Spezial-Disziplinen von Vonn und Gut anstehen, müsste Rebensburg für eine erfolgreiche Aufholjagd auf grobe Patzer oder gar Verletzungen der beiden hoffen - was sie aber selbstverständlich nicht tut.

Welche Rolle spielt die Super-Kombination am Sonntag?

Weil alle drei Damen in den Speed-Rennen beständig punkten, kann so ein Wettkampf am Saisonende den Ausschlag geben. Ein Ausfall etwa im Slalom-Teil und damit null Punkte wären ein großer Rückschlag - vor allem wenn die Gegnerin weit vorne landet. Bei der bislang einzigen Kombi des Winters im Dezember in Val d'Isère gewann Gut vor Vonn.

Hat Rebensburg Chancen, die beiden in der Disziplin anzugreifen?

Das wäre eine Sensation. Die Oberbayerin hat noch kein Ergebnis im Weltcup vorzuweisen. Inklusive ihres Debüts 2006, kurioserweise bei einer Super-Kombi, hat sie nur sechs Kombinations-Wettbewerbe bestritten. Dreimal schied sie aus, dreimal verzichtete sie auf einen Start im Slalom. Einen Torlauf bestritt sie überhaupt noch nie. Als sie noch ein Kind war und zu jung für die DSV-Nachwuchskader, hatte sie die Kippstangentechnik im Verein nicht richtig gelernt.

Warum will sie - im Gegensatz zu Val d'Isère - an den Start gehen?

Die jüngsten Weltcups mit fünf Podien in sechs Rennen inklusive zwei Riesenslalom-Siegen haben Rebensburg Selbstvertrauen gegeben. Nach langem Tüfteln passt die Materialabstimmung, und wenn sie eh schon in den Schweizer Alpen ist, nimmt sie das Rennen gern mit. Außerdem kann sie Platz drei der Gesamtwertung festigen. Auch wenn es nur zu wenigen Zählern reichen sollte - besser als gar nichts. Zudem schadet etwas Kombi-Erfahrung im Hinblick auf die kommenden Jahre nicht, wenn Rebensburg dann endgültig um die große Kristallkugel mitfahren will.

Hat sich Rebensburg speziell vorbereitet auf diese Kombi?

Der Fokus im Training lag auf der Abfahrt am Samstag, bei der sie um den Sieg mitfahren will. Die Riesenslalom-Olympiasiegerin konnte jüngst aber dank einer Trainings-Absage in Garmisch auf Slalom-Skiern trainieren. "Zwar zeigte sich dabei deutlich, dass das erst der zweite Slalomtag in diesem Winter war, aber ich komme auch mit den ganz kurzen Ski ordentlich zurecht", sagte sie in dieser Woche.

Jüngste Weltcup-Resultate von Rebensburg

Rebensburg Kombi-Rennen im Weltcup

Weltcup-Gesamtwertung

Facebook-Eintrag zu Slalom-Training

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