Kommentar zu Angelique Kerbers Sieg bei den Australian Open

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Angelique Kerber

Der Sieg der Kielerin in drei Sätzen ist eine Sternstunde des deutschen Tennis. Angelique Kerber war nie besser als bei ihrem Triumph in Melbourne, findet Sportredakteurin Michaela Streuff.

Das deutsche Tennis ist um eine Sternstunde reicher: Angelique Kerber hat es tatsächlich geschafft: Sie hat als erste Deutsche seit Steffi Grafs Triumph bei den French Open 1999 wieder ein Grand-Slam-Turnier gewonnen. Sie steht damit in einer Reihe mit Graf, Boris Becker und Michael Stich.

Ihr Sieg bei den Australian Open über die Weltranglisten-Erste Serena Williams, das war wahrlich großes Tennis. Gäbe es den Ausdruck nicht schon, er hätte für dieses Match erfunden werden können. Und was die deutschen Handballer können, kann Angelique Kerber eben auch: einen Krimi schreiben und das Happy-End gleich dazu.

Bezeichnend war die Art und Weise, in der die Kielerin gewann. Ihre Schlüssel zum Erfolg: Nervenstärke, unglaubliche Laufbereitschaft, und kein Respekt vor ihrer Gegnerin. Kerber gibt keinen Ball verloren. Sie bestraft manch schwachen ersten Aufschlag ihrer Gegnerin umgehend. Sie verfällt nicht in Unruhe, als sie im so umkämpften dritten Satz erst ihre fünfte Breakchance nutzen kann. Sie nimmt Williams deren letzten Aufschlag ab und nutzt gleich ihren ersten Matchball. Besser war sie nie.

Und nun klettert sie auch noch auf Rang zwei der Weltrangliste. Hut ab, Angelique Kerber. Besser hätte dieses Tennis-Jahr nicht beginnen können.

Hier finden Sie den Live-Ticker vom Finale zum Nachlesen

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