Kommentar zur Anzahl ausländischer Spieler im Eishockey: Neun, höchstens

Alle Jahre wieder wird im deutschen Eishockey über die Anzahl der ausländischen Spieler diskutiert. Ein Kommentar von Sportredakteur Gerald Schaumburg.

Weniger ist mehr – auch bei der Anzahl der Ausländer im deutschen Eishockey? „Ja“ sagen diejenigen, die das Nationalteam im Blick und mehr Eiszeit und somit mehr Förderung für die heimischen Talente im Sinn haben.

„Nein“ sagen diejenigen, die in der Breite 14 konkurrenzfähige DEL-Teams wollen und somit sportlich wie wirtschaftlich Wettbewerb auf Augenhöhe.

„Nein“ sagen aber auch diejenigen, die auf den individuellen Konkurrenzkampf setzen. Motto: Als deutscher Spieler musst du gut genug sein, dich auch gegen Ausländer zu behaupten. Dann bist du auch eine Stütze im Nationalteam.

Und wer hat nun recht? Kann und muss überhaupt eine Meinung die richtige sein?

Nein. Ein Kompromiss muss her in Form der konsequenten Umsetzung des „Konzepts 26“. Darin haben sich die Profiligen und der Deutsche Eishockey-Bund gemeinsam die Förderung heimischer Talente auf die Fahnen geschrieben. Damit es endlich einmal in Deutschland gelingen wird, die Jüngsten bis ins Seniorenalter so intensiv zu fördern und zu fordern, dass sie in weitaus größerer Anzahl als jetzt eines Tages genauso so gut sein werden wie Importspieler. Oder sogar besser. Dann erst erübrigt sich die ewige und ewig lästige Diskussion übers Kontingent. Bis dahin muss es bei neun Ausländern bleiben. Höchstens. Nicht mindestens.

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