"Timo, schieb ihn raus!"

Kommentar zum DTM-Skandal: "Vorsprung durch Crash"

Ein Abschuss auf Anweisung wird zum DTM-Skandal: Audi-Pilot Timo Scheider hat Mercedes-Youngster Pascal Wehrlein am Sonntag von der Strecke gedrängt. Ein Kommentar dazu von Gerald Schaumburg.

"Timo, schieb ihn raus!“ Dieser Satz und seine Umsetzung durch Audi-Fahrer Timo Scheider wird in die deutsche Sportgeschichte eingehen. Und er rückt die DTM endlich einmal in den Fokus einer breiten Öffentlichkeit. Eine Rennsport-Serie, die – ebenso wie die Rallye-WM – zu Unrecht häufig im Schatten der Formel 1 steht.

Auch wenn Audi, Mercedes und BMW technisch weitaus weiter entfernt sind von unseren Serienfahrzeugen als die Firmen mit ihren „Tourenwagen“ weis machen wollen, so steht die DTM bei den Fans doch ganz hoch im Kurs. Stets volle Tribünen, wo die Formel 1 um fast jeden Zuschauer kämpft. Dramatische Rennen, Zweikämpfe, Dreikämpfe, viele Überholvorgänge und spektakuläre Aktionen im Sekundentakt.

Mit „Timo schieb ihn raus“ aber hat Audi-Mann Wolfgang Ullrich den Bogen vollends überspannt. Gewiss, als Zuschauer hatte man schon öfter den Eindruck, dass der eine oder andere Ausrutscher von der Piste kein Versehen war, kein Unfall, sondern Vorsatz der Rivalen. Dass diese Vorgabe nun durch eine Funkpanne öffentlich wurde, das ist nur aus Audi-Sicht unglücklich. Sie umzusetzen von Timo Scheider, aber ist unsportlich und angesichts der Dynamik auch brandgefährlich für Fahrer, Streckenposten und Zuschauer. Die konsequente Bestrafung also ist schlichtweg logisch und nötig für die Audi-Leute, die einst mit dem Slogan warben: Vorsprung durch Technik.

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