Kommentar zum DHB-Team bei Olympia: Der Weg ist Gold wert

Die deutschen Handballer haben nach EM-Gold im Januar nun Bronze bei Olympia in Rio geholt. Großen Anteil daran hat Bundestrainer Dagur Sigurdsson, findet unser Redakteur Björn Mahr in seinem Kommentar.

Auf den ersten Blick ist es ein bisschen wie 2004. Damals gab es für die deutschen Handballer nach EM-Gold im gleichen Jahr eine Olympia-Silbermedaille. Jetzt folgte auf den Europameisterschafts-Triumph im Januar der Gewinn von Bronze.

Doch das Abschneiden in Rio ist um einiges bemerkenswerter als der Erfolg in Athen. Denn die DHB-Auswahl war noch vor zwei Jahren von der Weltspitze so weit entfernt wie Reykjavik von Berlin.

Dann wurde der isländische Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson zum neuen Chefcoach berufen - und mit ihm ging es so steil nach oben wie das Wasser aus den Geysiren Islands. Er versteht es, sein Team hervorragend einzustellen. Er verschließt sich nicht vor taktischen Neuerungen, sondern arbeitet vielmehr daran, sie gewinnbringend für seine Mannschaft weiterzuentwickeln.

Über die eine oder andere Personalentscheidung Sigurdssons ließ sich trefflich streiten. Etwa die, dass er den verdienten Torwart Carsten Lichtlein nicht für das Turnier berücksichtigte. Doch der Weg, auf viele junge Kräfte zu bauen, ist Gold wert. Er brachte Deutschland zurück in den Kreis der stärksten Nationen. Und vor allem: Die Mannschaft hat eine hervorragende Perspektive. Freuen wir uns auf die nächsten großen Turniere. 

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