Kommentar zum Pokalfinale: Wolfsburg war einmal

Das Pokalfinale hat einmal mehr gezeigt, das Bayern München und Borussia Dortmund im deutschen Fußball das Maß aller Dinge sind. Ein Kommentar von Sportredakteur Florian Hagemann.

Als im vergangenen Jahr der VfL Wolfsburg den DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund gewann, kam die herrschende Meinung auf, dass sich die Kräfte im deutschen Vereinsfußball nachhaltig verschieben werden: In Zukunft würde dieser VfL kräftig mitmischen, wenn es um Titel und einen Platz ganz oben geht. Ein Jahr später lässt sich sagen: Der Triumph der Wolfsburger war nur ein kleines Versehen der Regisseure, die seit Jahren jenen deutschen Fußball planen, der in der Spitze ein überragendes Thema hat: den Zweikampf zwischen Bayern München und Borussia Dortmund.

Das hat auch dieses Pokalendspiel gezeigt, das hochklassig und trotz der nach und nach aufkommenden Krämpfe vieler Spieler alles andere als ein Krampf war. Hier standen sich wieder die zwei Teams gegenüber, die sich seit Jahren technisch und taktisch auf höchstem Niveau duellieren. Sie schaffen es dabei, sich stets weiterzuentwickeln und auch Krisen zu überwinden.

Dortmund etwa ist gestärkt aus der vergangenen Seuchensaison hervorgegangen und hat selbst den Abgang des Über-Trainers Jürgen Klopp kompensieren können. Das zeigt, dass nachhaltiger Top-Fußball vor allem eine Frage eines gewachsenen Standorts ist. Bei Bayern ist der seit Jahrzehnten gegeben, bei Dortmund zumindest schon lange. In Wolfsburg reichte der Verkauf des Stars Kevin de Bruyne aus, um alles ins Wanken zu bringen. Das ist der Unterschied.

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