Nach 1:3 gegen Hoffenheim

„Auf unserem Weg nicht allein“: Der KSV steht gegen Ulm unter Druck

Da bist du platt: Die KSV-Spieler Tim-Philipp Brandner (links) und Sergej Schmik liegen nach der Niederlage enttäuschen am Boden. Foto: Hedler

Kassel. Es gab einen bemerkenswerten Moment in diesem Spiel, in dem der KSV sehr kampfstark war, aber eben doch chancenlos.

Als Joshua Mees in der 52. Spielminute eine der zahlreichen Konter für die Bundesliga-Reserve von 1899 Hoffenheim mit dem Treffer zum 1:2 abschloss, da erhoben sich die Zuschauer auf der Osttribüne und begannen zu klatschen. Aus dem Fanblock erklangen „KSV, KSV“-Rufe. Das war Aufmunterung, die durchaus für eine Gänsehaut sorgen konnte. Genutzt hat sie nicht. Am Ende unterlag der KSV Hessen Kassel 1:3, rutschte auf Rang 16 der Tabelle ab. Am Dienstag um 19 Uhr empfangen die Löwen im Auestadion den SSV Ulm. Nach nun fünf Spielen ohne Sieg stehen die Gastgeber dann schon unter einem gewissen Druck.

Die Unterstützung auf der Tribüne war nach der Niederlage trotzdem Thema. „Wir sind auf unserem Weg nicht allein. Nur so geht es“, sagte Trainer Tobias Cramer. Adrian Bravo Sanchez, der in der 24. Minute mit einer direkt verwandelten Ecke das zwischenzeitliche 1:1 erzielte, freute sich: „Das war schon etwas Besonderes. Wir spüren, dass unsere Fans treu zu uns stehen, auch wenn es heute nicht so viele im Stadion waren.“

1000 waren es, und die sahen einen stark ersatzgeschwächten KSV, der sich eines gegen spielstarke Hoffenheimer nicht vorwerfen lassen musste: Er kämpfte unermüdlich. Cramer drückte das so aus: „Hoffenheim hat eine hohe Qualität. Wir haben versucht, das mit Mentalität wettzumachen.“ Nach dem frühen Rückstand (Bari Atik, 18.) und dem zügigen Ausgleich sorgten die Gastgeber bis zur Pause für einen offenen Schlagabtausch. Henrik Giese (30.) und Sergej Schmik (45.) nach zwei sehenswerten Freistoßvarian-ten hatten ebenso gute Chancen wie Lucas Albrecht (34.).

Nach dem Wechsel aber setzte sich die Hoffenheimer Konterstärke immer mehr durch. Nach dem 1:2 fehlte dem KSV bei allem Willen der Weg, noch ein zweites Mal zurückzukommen. Mees erzielte schließlich auch den dritten Treffer. „Das war schon brutal gut, was Hoffenheim gezeigt hat“, gestand Bravo Sanchez anerkennend.

Heute gegen Ulm wollen die Löwen wieder aufstehen. „Wir müssen jetzt punkten“, sagt Cramer. Die Ausgangssituation aber bleibt schwierig. Eine Rückkehr der verletzten Frederic Brill und Tobias Damm scheint eher unwahrscheinlich. Dazu fehlt Nael Najjer nach der fünften Gelben Karte. Die Unterstützung durch ihre Fans wird für die Löwen also auch gegen die Spatzen ungeheuer wichtig sein.

KSV Hessen Kassel verliert gegen Hoffenheim

Vor dem Anpfiff am Dienstag um 19 Uhr:

Die Ausgangslage: Nur zwei Zähler trennen den KSV auf Rang 16 und die Ulmer auf Platz 11. Der Aufsteiger aus dem Schwäbischen startete gut in die Saison. Höhepunkt: der 2:1-Sieg gegen Meister Mannheim am 8. Spieltag. Danach aber folgten vier Niederlagen. Auch der KSV Hessen ist seit nun fünf Spielen ohne Sieg.

Das Personal: Ulms Trainer Stephan Baier muss auf den mit Gelb-Rot gesperrten Johannes Reichert verzichten. Bei den Löwen fehlt auch Nael Najjer gesperrt (5. Gelbe Karte). Ansonsten kommen aus dem großen KSV-Lazarett wenig positive Signale. Trainer Tobias Cramer wird weiter auf zahlreiche Stammspieler verzichten müssen. Für den Neuzugang Cabrel Mendy liegt weiter keine Spielberechtigung vor.

Schiedsrichter: Mario Schmidt (Neunkirchen-Steinborn)

So könnten sie spielen: Hartmann - Brandner, Schmik, Giese, Rakk - Khadraoui, Evljushkin, Schmeer - Dawid, Albrecht, Bravo Sanchez.

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