Neu beim KSV (5): Nach Kreuzbandriss traf Stürmer Girth zweimal in Neckarelz

Er stürmt nun für den KSV: Benjamin Girth, hier bei der Teampräsentation im Baunataler VW-Werk, kam aus Plauen zu den Löwen und will sich weiterentwickeln. Foto: Fischer
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Er stürmt nun für den KSV: Benjamin Girth, hier bei der Teampräsentation im Baunataler VW-Werk, kam aus Plauen zu den Löwen und will sich weiterentwickeln. Foto: Fischer

Kassel. Ein paar Mal war er ja schon richtig nah dran. Beim 1:3 in Hoffenheim hätte Benjamin Girth den einen oder anderen Treffer beisteuern können, und auch im Heimspiel gegen Pirmasens war der neue Stürmer des KSV Hessen vor allem in der ersten Halbzeit der torgefährlichste Spieler der Löwen.

Der Knoten platzte nun im dritten Regionalligaspiel der Saison bei der Spielvereinigung Neckarelz, als Girth gleich zwei Treffer erzielte und maßgeblich zum 5:2-Erfolg beitrug.

Innerhalb von nur drei Minuten war der 22-Jährige gleich zweimal erfolgreich, und seine Tore könnten der Auftakt für eine richtig erfolgreiche Saison des KSV gewesen sein. Da Girth zum 3:1 und 4:2 traf, sorgte er dafür, dass die Löwen immer wieder mit einer komfortablen Führung im Rücken spielen konnten. Zudem dürfte beim Doppelpack des Magdeburgers jede Menge Genugtuung dabei gewesen sein, da seine bisherige Karriere nicht unbedingt fadengerade verlief.

Eineinhalb Jahre Pause 

Steckbrief

Name: Benjamin Girth

Alter: 22

Position: Stürmer

Bisher: Stammt aus der Jugend von Magdeburg. Kam über Leipzig nun aus Plauen zum KSV.

Privat: Geboren in Magdeburg. Absolviert neben dem Fußball eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann.

Außer Fußball: Alles mögliche. Fifasoccer an der Playstation gehört jedenfalls dazu. Bummelt auch gern in der Stadt.

Ziel: „Ich persönlich möchte mich hier weiterentwickeln. Mit dem KSV möchte ich so schnell wie möglich oben angreifen.“

Denn wie es ist, im Sport ein richtiges Tief zu erleben, das musste der neue KSV-Stürmer bereits schmerzhaft erfahren. Gerade als er aus der Jugend zum Sprung ansetzen und bei den Senioren richtig Fuß fassen wollte, setzte ihn ein Kreuzbandriss eineinhalb Jahre außer Gefecht.

Ob er in dieser Zeit mal daran gedacht habe, mit dem Fußball aufzuhören? „Es gab natürlich Tiefpunkte, an denen einen die Lust verlässt. Aber wenn man dann endlich wieder auf dem Platz steht, dann weiß man, wofür man sich so gequält hat“, sagt Girth. Wieder auf dem Platz, das war beim VFC Plauen. Für den sächsischen Regionalligisten bestritt der Angreifer im vergangenen Jahr seine erste komplette Senioren-Saison, erzielte in 25 Spielen 15 Tore.

Kassel ist nun die erste „West“-Station des gebürtigen Magdeburgers, der seine bisherige Laufbahn beim FC Magdeburg und bei RB Leipzig verbracht hatte. Für Girth ist es ein logischer Schritt in der persönlichen Entwicklung. „Der KSV ist ein Traditionsverein mit einem guten Umfeld. Das gefällt mir“, sagt er, verweist auch auf überzeugende Gespräche mit Trainer Matthias Mink, die ihn zum Wechsel verleitet hätten. Nach seinen ersten Eindrücken ist er regelrecht begeistert: „Wir haben hier eine sympathische junge Truppe. Sich einzuleben, war sehr leicht. Ich glaube, das kann eine richtig tolle Saison werden.“ Den Grundstein dazu hat der Stürmer selbst gelegt - mit zwei Toren in Neckarelz. Nun soll es für ihn und seinen neuen Klub weiter aufwärtsgehen. Sein Tief will Girth dagegen weit hinter sich lassen.

Von Frank Ziemke und Torsten Kohlhaase

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