Kommentar zur Lage des KSV: Eine Frage der Mentalität

ONLINE; KSV-BAHLINGENFoto: Hedler
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Der KSV trifft das Tor nicht mehr und ist seit sieben Spielen ohne Sieg. Beim 0:0 gegen Bahlingen lief auch Spielerisch nicht viel zusammen. Ein Kommentar von Florian Hagemann.

Der KSV Hessen durchlebt derzeit eine schwere Zeit: Die Festspielwochen sind Vergangenheit, die Euphorie ist gewichen, der Alltag eingekehrt – und mit ihm die Tristesse, die eine anhaltende Torlosigkeit mit sich bringt.Es ist nicht mehr übertrieben, von einer Krise zu sprechen, die den KSV heimgesucht hat.

All das ist nichts Außergewöhnliches für ein Team, das jung ist und sich erst noch zu einer reifen Mannschaft entwickeln will. Ihr fehlt – gerade in Abwesenheit Erfahrener – der Glaube an sich selbst, wenn der Erfolg mal ausbleibt und es im Spiel nicht so läuft wie im Training. Sie lässt sich schnell verunsichern. Auch das: ganz natürlich.

Wichtig ist nur, dass diese Elf aus solch einer Phase lernt und die richtigen Schlüsse zieht. Dazu zählt, sich freizumachen von äußeren Einflüssen. Ein 0:0 gegen Bahlingen auch an der aufkommenden Unruhe und Pfiffen im Stadion festzumachen, ist zum Beispiel der falsche Ansatz für jene, die den Anspruch haben, vor großer Kulisse spielen zu wollen. Zuschauer sind immer irgendwie unberechenbar, manchmal gnadenlos.

Es gilt daher, vor allem an der Mentalität zu arbeiten, zu der auch die Körpersprache gehört. Gegen Bahlingen wurde sie mit zunehmender Zeit immer schwächer. Einer wie Oli Kahn hätte das nicht zugelassen. Sein Mantra vom Immer-Weiter täte auch dem KSV gut. Resignation ist schließlich das falsche Rezept gegen eine Krise. Insofern zeigt sich in der Reaktion auf dieses Tief, was diese Mannschaft wirklich wert ist.

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