Damm und Schmeer treffern

KSV Hessen besiegt VfB Stuttgart II auswärts mit 2:1

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Es läuft im Sturm: (von links) Yassine Khadraoui, Sebastian Schmeer, Tobias Damm und Adrian Bravo Sanchez freuen sich über den Treffer zum 1:0. Der KSV siegte in Stuttgart 2:1.

Stuttgart. Trainer Tobias Cramer ahnte bereits kurz nach dem 2:1-Auswärtssieg beim VfB Stuttgart II, dass bei der längeren Rückfahrt die Fußballer des KSV Hessen Kassel in ihren Kleinbussen wohl ein paar Stopps mehr ansetzen würden.

Schon direkt nach Spielschluss klang ausgelassene Stimmung und Partymusik aus der Kabine. Und das wohl auch deshalb, weil der Coach als Belohnung spontan drei freie Tage gewährte.

„Wir mussten eine unglaublich hohe Intensität in den letzten 14 Tagen fahren. Deshalb muss man jetzt ein bisschen Abstand haben, und wir fangen erst am Mittwoch wieder mit dem Training an.“ Insgesamt zeigte er sich mehr als zufrieden. „Was die Jungs da leisten, ist sensationell, auch weil uns diese Saison keiner auf dem Deckel hat“.

Mit taktischer Disziplin konnte man in der Regionalliga Südwest auch gegen den Bundesliganachwuchs bestehen, was auch daran lag, dass die zwei Innenverteidiger Henrik Giese und Lucas Albrecht im Verbund mit Sergej Schmik und Tim-Philipp Brandner „super gegen den Ball gearbeitet haben, sodass das Zentrum dicht war“.

Die Stuttgarter drängten bis zum Schluss mit Macht auf den Ausgleich. Dabei erhielten die Hausherren auch Unterstützung durch Anto Grgic (1:2 in der 68.), der im Sommer für zwei Millionen Euro aus Zürich zum ersten Mannschaft des VfB wechselte.

Dass man gegen Ende der Partie doch noch in Bedrängnis geriet, war die Folge, „dass wir nach dem 0:1 durch Tobias Damm (6.) aufgehört haben, offensives Pressing zu spielen. Wir haben uns einlullen lassen, hatten aber Glück, dass Sebastian Schmer das 0:2 (51.) macht“, sagte Cramer.

Dieser nutzte einen der vielen langen Bälle und einen kuriosen Ausrutscher von Stuttgarts Torhüter Benjamin Uphoff im Sechzehnmeterraum: Aus 18 Metern traf Schmeer per Kopf.

Überhaupt behaupteten sich die Spitzen erfolgreich, was Cramer als Unterschied zu Stuttgart ausmachte. „Da kann man auch mal auf den zweiten Ball spielen, um zu guten Chancen zu kommen.“

Allerdings fehlte am Ende der entscheidende Punch über gezielte Mittelfeldkombinationen, um den Sack zuzumachen: „Wir haben auf den Außenbahnen noch keine intuitiven Handlungen, dass wir tief gehen und so Mannschaften wie Stuttgart im Konterspiel zu bearbeiten. Ich bin noch nicht zufrieden, was das Spiel mit Ball angeht“, merkte der Trainer an.

Das nächste Spiel steht am kommenden Samstag im Aue-stadion gegen Worms an. „Viele haben uns das nicht zugetraut – mit den ganzen Langzeitverletzten. Jetzt sind wir glücklich mit 22 Punkten“, ist Cramer zufrieden.

Wenn es nach ihm geht, könnte der Trend zu Hause gegen die Wormatia seine Vorsetzung finden: „So wie es läuft, läuft es gut. Die Zuschauer, die momentan im Stadion sind, geben total positive Unterstützung, das ist das Entscheidende.“

Von Gerd Piffath

KSV:

Hartmann - Schmik, Albrecht, Giese, Brandner - Dawid, Khadraoui (ab 59. Mendy), Evljuskin (ab 71. Leinhos), Bravo Sanchez (ab 67. Pepic) - Damm, Schmeer

Trainer : Cramer

Reservebank : Gorczyka (Tor), Sattorov, Korell, Boukhoutta

Karten: Evljuskin, Schmeer, Pepic

VfB II:

Uphoff - Walter (ab 76. Ferdinand), Peric, Feisthammel, Hagn (ab 86. Radeljic) - Ristl, Grgic - Scheidl, Wanitzek, Sonora - Breier

Trainer: Gunkel

Reservebank : Spasojevic (Tor), Baloglu, Rathgeb, Coban, Oikonomou

Scheidl, Feisthammel

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