Geschäftsstellenleiter Torsten Pfennig geht

Die Fakten und Gerüchte rund um den KSV Hessen Kassel

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Torsten Pfennig

Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen im Mai 2016 – das ist ein Verein, der schwer zu kämpfen hat: mit sich, gegen die Selbstauflösung und gegen aufkommende Gerüchte.

Wie aber sind sie einzuordnen? Der Überblick zu einem Fakt und vier Gerüchten:

Der Fakt: Mit Torsten Pfennig, Geschäftsstellenleiter und Pressesprecher in Personalunion, verliert der KSV einen wichtigen Mitarbeiter. Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt Pfennig: „Ich werde den Klub zum 30. Juni verlassen. Das habe ich dem Vorstand bereits mitgeteilt.“ Über Gründe und darüber, wohin sein Weg führt, schwieg Pfennig, der ein wichtiger Ansprechpartner innerhalb des Klubs ist und den Verein auch in der Liga vertritt. Pfennig fungiert auch als Sprecher der Regionalliga Südwest.

Gerücht 1: Der KSV zieht sich komplett aus der Regionalliga zurück. In der Tat stand dieses Szenario nach Informationen unserer Zeitung für kurze Zeit im Raum. Mittlerweile ist es aber kein Thema mehr – wohl auch deshalb, weil der Verein an Verträge mit Sponsoren gebunden ist.

Dieser Artikel wurde aktualisiert um 19.20 Uhr

Gerücht 2: Der neue Trainer kommt aus der Region. Wenn es denn einen neuen Trainer gibt. Noch immer ist die Personalie Matthias Mink, den der Verein offiziell als Wunschkandidaten benennt, ja nicht geklärt. Namen von Nachfolgern werden trotzdem gehandelt. Eine Rückkehr von Mirko Dickhaut scheint aus finanziellen Gründen wohl nicht infrage zu kommen. Kein Wunder also, dass der Blick sich in die Region richtet. Hier werden viele Namen gehandelt. Neben Lohfeldens Otmar Velte und dem früheren Profi Carsten Lakies könnten auch vereinsinterne Lösungen im Gespräch sein. Co-Trainer Tobias Cramer wird ein sehr guter Draht zur Mannschaft bescheinigt. Und in der zweiten Mannschaft kann Thorsten Hirdes sportliche Erfolge vorweisen. Bleibt aber in allen Fällen: Am Trainer hängen beim KSV weitreichende Aufgaben, für die gute Verbindungen im Fußball über die Grenzen der Region hinaus nötig sind. Hat die einer dieser Kandidaten?

Gerücht 3: Jens Rose kehrt zurück. Jein. Der frühere Klubboss spielt selbst wohl nicht mit diesem Gedanken. Den Draht zu den Löwen hat er aber nie verloren, nicht zuletzt auch als Sponsor. Fakt ist aber auch: Beim KSV herrscht in vielerlei Hinsicht ein Vakuum, das Rose füllen könnte. Im Vorstand ist nach dem Rückzug von Hans-Jochem Weikert mindestens ein Platz frei. Zudem wird wohl auch Dirk Wiegand aus beruflichen Gründen ausscheiden. Und: Den Löwen fehlt ein Gesicht und eine Stimme. Ein Frontmann, der den KSV verkaufen kann. Dass Jens Rose an dieser Stelle geeignet wäre, steht außer Frage. Der Verein täte so nicht schlecht daran, das Gespräch mit Rose zu suchen.

Gerücht 4: Marketingmann Michael Pfeffer steht vor der Ablösung. Nochmal Jein. Der Mann, der Joe Gibbs ablöste, ist rührig unterwegs, hat angesichts der mäßigen sportlichen Erfolge einen schweren Stand – kann, so ist zu hören, aber auch keine großen Erfolge bei der Gewinnung von Neukunden vorweisen. In der misslichen finanziellen Situation ist das überaus wichtig für die Löwen, zumal auch Gibbs’ Ablösung Geld kostete. Pfeffers Vertrag läuft Ende Juni aus.

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