Damm trifft, Traumstart perfekt

KSV Hessen gewinnt gegen Watzenborn-Steinberg 2:1

Kassel. Der KSV Hessen Kassel hat den Traumstart in die neue Saison perfekt gemacht. Nach dem 2:1 in Pirmasens gab es nun ebenfalls ein 2:1 gegen Aufsteiger Watzenborn-Steinberg.

Dabei steigerten sich die Löwen vor 1751 Zuschauern im Auestadion in der zweiten Halbzeit enorm, sie drehten das 0:1 zur Halbzeit. Nach dem 2:1 durch Tobias Damm in der 84. Minute war der Jubel riesig. Der Schnellcheck.

Wie war die Partie?

Der KSV traf auf einen extrem gut organisierten Aufsteiger aus Watzenborn-Steinberg, der unter der Woche auch noch einmal zwei Neue verpflichtete. Nach dem 3:0 zum Auftakt gegen Steinbach gingen die Gäste auch mit dem nötigen Selbstbewusstsein zu Werke. Die Folge: Alessandro Ficara schoss in der neunten Minute aus 23 Metern einfach mal aufs Tor - und traf in den Winkel. Ein Treffer Marke Traumtor. Die Watzenborner verdienten sich quasi nachträglich die Führung, wel sie im Anschluss alles unter Kontrolle hatten gegen einen KSV, der sehr harmlos daherkam. Dass der erste Torschuss in der 44. Minute durch Marco Dawid erfolgte, spricht für sich. Von wilden Löwen keine Spur. Das änderte sich mit dem Torschuss in jener 44. Minute komplett. Fortan drang der KSV von außen immer wieder gefährlich in den Strafraum der Watzenborner, jetzt stimmten der Einsatz und die Aggressivität, die nötige Zielstrebigkeit war vorhanden. Nach einem Eckball des eingewechselten Nael Najjer erzielte Sergej Schmik in der 56. Minute per Kopf das 1:1. Die Löwen hatten nun ihre stärkste Phase, Watzenborn baute ab und versuchte, durch Nickligkeiten den Spielfluss der Gastgeber zu unterbinden. Der Aufsteiger kassierte nun Gelbe Karte um Gelbe Karte, der KSV drang auf die Führung. Jetzt machte er wirklich Laune, die Stimmung war jetzt gut - und sie wurde noch besser. in der 84. Minute traf schließlich einer, der in der vergangenen Saison gänzlich ohne Treffer blieb: Kapitän Tobias Damm. Er umkurvte Watzenborns Torwart Yannik Dauth und traf aus spitzem Winkel. Und dann: Jubel pur.

Wer war der Spieler des Spiels? 

Tobias Damm, wer sonst?

Auf wen setzte KSV-Trainer Tobias Cramer?

Die Situation ähnelte der in Pirmasens. Auch dort fiel mit Tobias Damm kurzfristig ein Stürmer aus. Damm wirkte diesmal mit, dafür musste Lucas Albrecht passen - obwohl er noch auf dem Spielberichtsbogen stand. Für ihn rückte Adrian Bravo Sanchez ins Team. In Abwehr und Mittelfeld veränderte Cramer aber nichts. Allerdings: In der 38. Minute musste Innenverteidiger Mounir Boukhoutta raus, nachdem er sich kurz vorher verletzt hatte. Für ihn rückte Sergej Evljuskin in die Innenverteidigung, Nael Najjer kam auf den Platz und spielte fortan im Mittelfeld. Er brachte viel Schwung in die Partie und könnte zum echten Gewinn für den KSV werden.

Wer oder was fiel neben Nael Najjer positiv auf bei den Löwen? 

Neuzugang Sascha Korb ist bisher schon eine Bereicherung. Allein seine langen Einwürfe könnten noch zu einem wichtigen Element im KSV-Spiel werden. Und: Der Wille der Mannschaft ist - anders als in der vergangenen Saison - da, schnell in die Schnittstelle zu spielen und damit flotter vor des Gegners Tor zu kommen. Manchmal gelang das auch gegen Watzenborn, allerdings ließ dann die Verwertung der Bälle oft zu wünschen übrig.

Wie war die Kulisse? 

Was die Zahl der Zuschauer angeht, eigentlich eher enttäuschend nach dem 2:1-Auftaktsieg der Löwen in Pirmasens und angesichts der Tatsache, dass der KSV auf jeden Zuschauer angewiesen ist. Insgesamt kamen bei bestem Wetter gerade einmal 1751 Besucher ins Auestadion. Immerhin war deren Wohlwollen gegenüber der umfunktionierten KSV-Manschaft klar erkennbar. In schwachen Phasen des KSV gab es keine Pfiffe, schon bei kleineren Chancen viel Applaus. Und am Ende standen selbst die Zuchauer auf der Haupttribüne - ein zuletzt sehr seltenes Bild.

Was machte Dennis Lemke? 

Der ehemalige Löwe spielt jetzt bei Watzenborn. Beim KSV agierte er noch im Mittelfeld, beim Team aus der Nähe von Wetzlar ist er nun rechter Außenverteidiger. Er blieb unauffällig.

KSV besiegt Aufsteiger Watzenborn-Steinberg

KSV: Hartmann - Schmik, Giese, Boukhoutta (38. Najjer), Lorenzoni - Korb, Brill (79. Pepic), Evljuskin, Dawid - Damm, Bravo Sanchez (69. Schmeer)

Rubriklistenbild: © Hedler/HNA

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