Gundelach trifft und bereitet Tor vor

KSV bleibt in der Erfolgsspur - 3:1 gegen Frankfurt II

Auf den Fersen: KSV-Verteidiger Nico Hammann (links) verfolgt Frankfurts Sonny Kittel. Foto:  Hübner

Frankfurt. Der Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat gegen die Reserve der Eintracht Frankfurt am Freitagabend mit 3:1 gewonnen.

Die schlechte Nachricht vorweg: Der KSV Hessen Kassel ist in der Fußball-Regionalliga Südwest immer noch Vierter. Die gute Nachricht: Zumindest bis Samstagnachmittag sind die Löwen punktgleich mit dem Dritten Waldhof Mannheim, denn Freitagabend gab es nach dem 2:0 gegen Homburg den nächsten Dreier. Bei der Reserve von Eintracht Frankfurt siegte der KSV mit 3:1 (2:1).

Kassels Trainer Uwe Wolf nahm eine Änderung vor. Für den erkrankten Ingmar Merle rückte Tobias Becker ins Team, der zusammen mit Enrico Gaede die Doppelsechs gab. Jonas Marz agierte als Spielmacher, Ricky Pinheiro wechselte auf die rechte Außenbahn. Bei der Eintracht standen Constant Djakpa und Sonny Kittel aus dem Bundsligakader in der Start-Elf, Rob Friend war nicht dabei.

Bei Dauerregen ging es vor knapp 150 mitgereisten Löwen-Fans zunächst gut los für den KSV. In der sechsten Minute hatte sich Sebastian Gundelach klasse auf der rechten Seite durchgesetzt, aber seine Hereingabe misslang. Fünf Minuten später machte sich Ricky Pinheiro auf den Weg, zog aus 16 Metern ab, aber Eintracht-Schlussmann Marvin Schwäbe hielt. Die dritte Chance der Gäste führte dann zur Führung. Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Andreas Mayer den Ball Richtung Tor, und der starke Sebastian Gundelach drückte ihn über die Linie (15.).

Und die Löwen blieben gefährlich. Nach Mayers Flanke köpfte Christian Henel den Ball noch ganz knapp über das Tor (20.), wenig später stand es dann 2:0. Gundelach fand mit seiner Flanke Pinheiro, der per Kopf die Führung ausbaute (31.). Weitere Chancen durch Gaede (34.) und Henel (35.) blieben ungenutzt.

Wie aus dem Nichts fiel kurz danach der Anschlusstreffer. Mayer verschuldete im Strafraum einen Elfmeter an Sonny Kittel, der von den Gastgebern im zweiten Versuch verwandelt wurde. KSV-Schlussmann Carsten Nulle hielt zwar noch den Strafstoß von Sven Hassler, war aber beim Nachschuss von Maximilian Mehring machtlos (37.).

Nach der Pause kamen dann die Frankfurter mit viel Elan aus der Kabine. Doch bis auf Djakpas 30-Meter-Schuss (57.) blieben zwingende Chancen Mangelware. Dann wieder der KSV. Marz bediente Mayer, der den Ball aber aus 16 Metern am Tor vorbeischlenzte. Nach einer guten Stunde konnte Pinheiro einen Pass des eingewechselten Gabriel Gallus nicht verwerten. Auf der Gegenseite klärte Nulle gegen Mehring und später in höchster Not gegen Wille (67.).

Der Wille der Frankfurter war in der 73. Minute gebrochen, als Gallus Eintracht-Torwart Schwäbe umspielte und zum 3:1 einschob. Mayer (84.), Damm (85.) und Dawid (89.) hätten das Ergebnis noch deutlicher gestalten können, aber es blieb beim 3:1.

Von Stefan Fritschi

Frankfurt: Schwäbe - Belegu, Modica, Dudda, Djakpa - Wille (81. Pintol), Mehring - Kittel, Hassler, Amin (71. Fließ) - Ehlert (62. Öz)

Kassel: Nulle - Gundelach, Rahn, Müller, Hammann - Becker, Gaede - Pinheiro (67. Dawid), Marz (63. Gallus), Mayer - Henel (44. Damm)

SR: Steinberg (Korntal) - Z: 250

Tore: 0:1 Gundelach (15.), 0:2 Pinheiro (31.), 1:2 Hassler (37., Foulelfmeter), 1:3 Gallus (73.)

Gelbe Karten: Hassler - Becker