Der Schnellcheck

Ex-Löwe macht KSV glücklich - Kassel gewinnt 1:0 gegen Spielberg

Kassel. Fußball-Regionalligist KSV Hessen Kassel hat nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit sein Spiel gegen den Vorletzten SV Spielberg mit 1:0 gewonnen.

Damit rutschen die Löwen immerhin nicht weiter ins Niemandsland der Tabelle ab. Vor 700 Zuschauern im Kasseler Auestadion stand vor allem aber ein Ex-Löwe im Mittelpunkt. Für Stefan Müller ging bei der Rückkehr so ziemlich alles daneben. Der Schnellcheck.

Wie war das Spiel? 

Sagen wir es mal so: Eine Werbung für den Fußball war es lange Zeit nicht. Und das ist noch freundlich ausgedrückt. Dem KSV fehlte es zumindest im ersten Durchgang im Spiel nach vorn an Tempo und Inspiration. Aus dem Mittelfeld kam in Abwesenheit des gesperrten Kapitäns Tobias Becker fast nichts. So sprangen bis zur Pause nur zwei Chancen für die Löwen gegen den dichtgestaffelten Abstiegskandidaten aus Spielberg heraus: Mike Feigenspan köpfte in der neunten Minute über das Tor, und in der 28. Minute hätte eine Hereingabe von Tobias Damm fast zum Erfolg geführt.

Ansonsten dominierten der Rückpass zum Torwart und die Unzulänglichkeiten. Dennis Lemke traf bei der Ausführung einer Ecke zum Beispiel mehr den Rasen als den Ball. Immerhin war Spielberg auch nicht besser. Die beste Möglichkeit innerhalb der ersten 45 Minuten vergaben die Badener schon auf kunstvolle Art und Weise. Frei vor dem leeren Tor vertändelten gleich drei Mann: Am Ende verstolperte Manuel Hasel, der zudem noch Abseits stand. Nach dem Wechsel wurde es besser aus KSV-Sicht.

Ein von Sylvano Comvalius in der 52. Minute sicher verwandelter Foulelfmeter brachte ein bisschen mehr Selbstbewusstsein und Schwung. Zudem taten sich zwangsläufig mehr Räume auf. Spätenstens als der KSV ab der 67. Minute mit einem Mann mehr auf Feld stand, ergaben sich auch mehr Chancen. Feigenspan traf die Latte, Comvalius und noch einmal Feigenspan scheiterten beim Versuch, im Nachsetzen das 2:0 zu erzielen. Comvalius gelang es auch in der 75. Minute nicht, für die Entscheidung zu sorgen. Er drosch den Ball über das Tor. Und so ging das dann munter weiter: Feigenspan vergab, Marco Dawid vergab. So blieb es spannend. Und am Ende musste erst Torwart Kevin Rauhut noch in höchster Not retten, und dann - es lief die Nachspielzeit - köpfte Frederic Brill gerade noch so den Ball über das Tor, als Rauhut schon geschlagen war. Selbst nach der anschließenden Ecke brannte es noch einmal lichterloh. Aber es blieb beim 1:0.

Wen stelte KSV-Trainer Matthias Mink auf? 

Es hat so langsam den Anschein, als würde Mink schon die Testwochen für die neue Saison ausgerufen. In der Innenverteidigung agierte der etatmäßige Mittelfeldspieler Sergej Evljuskin, im Mittelfeld der Angreifer Benjamin Girth. Als linker Außenverteidiger durfte der einst Langzeitverletzte Tim Brandner ran. Akzente setzte niemand so wirklich, wobei Evljuskin nach seiner Versetzung ins Mittelfeld Mitte der zweiten Halbzeit durchaus aufblühte. Die KSV-Aufstellung: Rauhut - Schmik, Evljuskin, Perrey, Brandner (86. Lorenzoni) - Brill - Lemke (59. Giese), Girth (81. Dawid) - Damm, Comvalius, Feigenspan.

Wer war der Mann des Tages? Mann des Tages - im positiven Sinne gab es den nicht wirklich. Deshalb verweisen wir auf die nächste Frage.

Kassel gewinnt 1:0 gegen Spielberg

Was machte der Ex-Löwe Stefan Müller? 

Der Innenverteidiger stand diesmal für Spielberg auf dem Feld - und verursachte den Strafstoß, der zum 1:0 für seinen alten Verein führte. Müller legte seinen ehemaligen Teamkollegen Nico Perrey und sah Gelb. In der 67. Minute foulte er dann an der Strafraumgrenze Sergej Evljuskin - Gelb-Rot. Ein gebrauchter Tag. Es fehlte nur noch ein Eigentor. In Halbzeit eins flog der Ball bei Müller Rettungstat nach der Hereingabe von Tobias Damm aber knapp am Tor vorbei. Immerhin, wird sich Müller denken.

Wie war die Atmosphäre? 

Hm. 700 Zuschauer - es wird immer trostloser im Austadion, zumal die Sonne den KSV auch im Stich ließ. Immerhin kam nach dem Wechsel so etwas auf wie Stimmung - ein ganz klein bisschen zumindest. Laut wurde es vor allem, als die Zuschauerzahl bekanntgegeben wurde. Angeblich sollen 1130 Besucher im Auestadion gewesen sein. Da mussten doch einige lachen.

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