Giese zeigt sich als Entertainer

KSV-Lesertreff im Düsseldorfer Hof: Verein plant mit konservativen Zahlen

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Hinten von links: Torsten Kohlhaase, Tobias Cramer, Matthias Hartmann, Henrik Giese, Marco Dawid, Lucas Albrecht und Florian Hagemann. Vorn: Kostas Vick.

Kassel. Trainer Tobias Cramer, die Spieler Marco Dawid, Henrik Giese sowie Neuzugang Lucas Albrecht und Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Hartmann – diese Gäste begrüßten die beiden Moderatoren Florian Hagemann und Torsten Kohlhaase beim traditionellen Lesertreff vor dem Saisonstart des KSV Hessen Kassel im Düsseldorfer Hof.

Dabei ging es meist lustig zu. Aber auch die Finanzprobleme des KSV kamen vor 100 Gästen in der vollbesetzten Gaststätte noch einmal auf den Tisch. Abwehrspieler Henrik Giese zeigte zudem seine Fähigkeiten als Entertainer.

Die Stimmung

Von Beginn an war klar: Heute Abend muss es nicht ganz so ernst zugehen. So antwortete Trainer Tobias Cramer auf die Einstiegsfrage, ob er vor dem Antritt seiner neuen Rolle als Cheftrainer erst mit seiner Familie habe sprechen müssen: „Die hat mich doch sonst auch nicht gesehen. Das haben wir per SMS geklärt.“

Aktualisiert am Mittwoch um 17.05 Uhr.

Abwehrspieler Henrik Giese, der über den gesamten immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hatte, hatte für seinen Verbleib beim KSV die Rückennummer 21 gefordert. Darauf angesprochen sagte er zunächst: „Die Nummer war mir wichtig. Geld hat aber keine Rolle bei den Verhandlungen gespielt.“ Damit sorgte er für viele Lacher. Anschließend löste er das Rätsel aber noch auf: Mit dieser Nummer habe er früher seine größten Erfolge gefeiert und die meisten Tore geschossen.

Marco Dawid, der schon fünf Cheftrainer beim KSV erlebt hat, antwortete auf die Frage, was ihm von Uwe Wolf in Erinnerung geblieben sei: „Nackenschmerzen“.

Das Saisonziel

Teamgeist ist das Stichwort, das Trainer Tobias Cramer immer wieder in den Ring wirft. Die Mannschaft sei jung, Fehler dürften passieren. „Alle zusammen müssen diese Fehler dann wieder ausbügeln – als Team“, fordert Cramer.

Ein Saisonziel gibt der neue Chef nicht aus: „Wir wollen Charakter zeigen. Genügend Qualität hat die Mannschaft.“ Darüber hinaus will Cramer gute junge Spieler aus Nordhessen für den KSV gewinnen, damit diese nicht nach Südhessen abwandern.

HNA-Lesertreff mit dem KSV Hessen Kassel im Düsseldorfer-Hof

Die Finanzen

Dafür war der Aufsichtsratsvorsitzende Matthias Hartmann auf der Bühne. Nach vielen Zahlen stand am Ende des Ergebnis: Kurzfristig habe man Verbindlichkeiten von 500 000 Euro. An eine Insolvenz denke man aber nicht. Auszuschließen sei die aber nie, weil immer etwas Unvorhergesehenes passieren könnte. Einen Trikotsponsor wolle man dagegen spätestens beim ersten Heimspiel präsentieren können. Finanziell plane man für die kommende Saison pro Heimspiel zuzüglich zu den 700 bisher verkauften Dauerkarten mit Einnahmen von 500 verkauften Tageskarten.

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