SV Elversberg war zu Gast

KSV Hessen Kassel: Schmeer sichert 1:1 in der Schlussminute

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Kassel. Kassel. Diesen 42. Geburtstag wird KSV-Trainer Tobias Cramer so schnell nicht vergessen: Was war das für eine Geschichte in der Schlussphase. Die Löwen lagen im Auestadion gegen Elversberg mit 0:1 zurück, als Marco Dawid in der 90. Minute im gegnerischen Strafraum gefoult wurde.

Den Elfmeter zum umjubelten Punktgewinn beim 1:1 (0:0) verwandelte Sebastian Schmeer eiskalt. Es war der verdiente Schlusspunkt nach einer richtig guten Leistung der Löwen, die den Gästen nach vier Partien ohne Gegentor wieder einen Treffer bescherten.

Für den gesperrten Steven Rakk kehrte Nicolai Lorenzoni zurück ins Team, für Nedim Pepic stand Lucas Albrecht wieder von Beginn an auf dem Platz. Nach der ersten richtig guten Chance durch Nael Najjer, der das Tor von der Strafraumgrenze nur knapp verfehlte (6.), gab es dann aber die nächste Hiobsbotschaft für die Löwen. Nach einem Pressschlag musste Sascha Korb bereits in der 17. Minute verletzt ausgewechselt werden und hielt sich im Anschluss das Knie. Für ihn kam Schmeer in die Partie.

Dieser Rückschlag beeindruckte den KSV aber nicht lang. Zwar kamen die favorisierten Elversberger zu ihrer besten Phase der ersten Halbzeit mit guten Möglichkeiten von Julius Perstaller (23.) und Merveille Biankadi (25.), wirkten aber mehr und mehr beeindruckt vom mutigen Auftreten des KSV. Der kämpfte nicht nur, der überzeugte auch mit Doppelpässen und tollen Spielzügen. Wie etwa in der 37. Minute, als der immer stärker werdende Nael Najjer mit seinem Pass Tobias Damm bediente, der gleich auf Marco Dawid weiterleitete. Der 22-Jährige hatte dann freie Bahn, scheiterte aber im Eins-gegen-eins an Gäste-Torwart Daniel Batz, der per Fußabwehr klärte. Und nur wenig später vergab Damm aus ähnlicher Position, wenn auch der Winkel deutlich spitzer war (41.).

KSV Hessen holt Punkt in letzter Minute

Auch nach der Pause rückten die Löwen kein bisschen von ihrer Linie ab. Sie störten früh und ließen das Elversberger Angriffsspiel kaum zur Entfaltung kommen. Vor allem Innenverteidiger Henrik Giese schien fast jeden gegnerischen Pass vorher zu ahnen und war meist einen Schritt früher am Ball. Auch Gäste-Trainer Michael Wiesinger wirkte nicht wirklich zufrieden angesichts der immer wieder gut gespielten Pässe des KSV in die Tiefe. Dass er seinen Stürmer-Star Edmond Kapllani bereits nach einer guten Stunde vom Feld nahm, sagte ziemlich viel über den mutigen und engagierten Auftritt der Gastgeber.

Und dann folgt wie aus dem Nichts dann doch der Gegentreffer. Einmal waren die Löwen im Abwehrzentrum nicht sortiert, da verwandelte Merveille Biankadi eine Hereingabe zum 1:0 für die Gäste mit einem satten Schuss unter die Unterkante der Latte (75.). Warum der Tabellenzweite nun in Front lag, sah man dann auch an der nächsten Szene. Adrian Bravo Sanchez war erst Sekunden eingewechselt, da lief er allein auf Torwart Batz zu und schoss ihn an (76.). Das einzige Manko des KSV an diesem Nachmittag war die mangelhafte Chancenverwertung. Aber dann kam ja noch Sebastian Schmeer.

Kassel: Hartmann – Schmik, Albrecht, Giese, Lorenzoni (84. Korell) – Brill – Dawid, Evljuskin, Korb (17. Schmeer), Najjer (76. Bravo Sanchez) - Damm

Elversberg: Batz – Kohler, Bohl, Kehl-Gomez, Birk – Biankadi, Washausen – Perstaller (69. Sellentin), Obernosterer (63. Ivana), Oesterhelweg – Kapllani (63. Göttel)

SR: Kessel (Bad Kreuznach) – Z: 1579

Tore: 0:1 Biankadi (75.), 1:1 Schmeer (90., Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Najjer, Brill, Lorenzoni, Albrecht / Kohler, Washausen

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