„Diese zwei verlorenen Punkte werden uns noch weh tun!“

KSV: Trainer Wolf sauer nach 2:2 in Pfullendorf

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Pfullendorf. Da holt der KSV Hessen Kassel nach fünf erlittenen Pleiten in Folge und nach fünfeinhalb Jahren in Pfullendorf mal wieder einen Zähler, und ihr Trainer Uwe Wolf reagiert deutlich unzufrieden darauf: „Diese zwei verlorenen Punkte werden uns am Ende noch weh tun!“

Schließlich hätte man in diesem Jahr andere Ansprüche, man sei hierher gefahren, um zu gewinnen. „Und dann machen wir auch das 2:1, und sind danach nicht mehr in der Lage, uns mit einfachem Ballbesitz zu behaupten“, klagte der Coach, sichtlich angefressen, wegen eigener Passivitäten.

Die sollten sich drei Minuten vor Ultimo durch Silvio Battaglias Ausgleichstreffer bitter rächen. Seine Elf spielte auch zu Beginn nur mit angezogener Handbremse, versprühte bis auf einen Warnschuss von Ingmar Merle, den Sebastian Willibald im SCP-Tor per Faustabwehr parierte (7.), kaum Torgefahr und überließ optisch überlegenen Pfullendorfern das Feld.

Deren 1:0-Führung ging ein Flankenschlag von Piero Saccone auf Dominik Bentele voraus, der narrte auf dem rechten Flügel den nicht gerade sattelfesten Abwehrmann Steffen Dieck, Benteles Querpass verwertete Silvio Battaglia mit einem Schuss ins kurze Eck.

Aktualisiert um 14.30 Uhr

Danach aber gewannen die Nordhessen in einer auf überschaubarem Niveaustehenden Partie zusehends die Oberhand. Dennoch fühlten sich die Pfullendorfer förmlich überrumpelt, als Merles pfiffig angesetzter Distanzschuss aus 25 Metern, von SCP-Abwehrmann Yasin Kocatepe abgefälscht, zum 1:1 plötzlich ins Tor flog.

Das ermunterte den KSV. Trainer Wolf ersetzte seinen etwas blassen Angreifer Sebastian Schmeer („Er hat sich selbst wohl zu sehr unter Druck gesetzt“) durch Tobias Damm und seine Elf kam auch mit mehr Schwung aus der Kabine. Ein schnell ausgeführter Eckball über Nico Hamann und Gabriel Gallus brachte Ricky Pinheiro auf den Plan, der im Getümmel gegen eine reichlich unsortierte SCP-Deckung das 2:1 erzielte (64.). Damm hätte zum 3:1 nachlegen können, verpasste aber das Zuspiel von Gallus um Haaresbreite (72.).

KSV: Nulle - Hammann, Rahn, S. Müller, Dieck (57. Riske) - Merle, Pinheiro, Becker, A. Mayer - Gallus (80. Marz), Schmeer (46. Damm)

Ralf LanghorstAntwort
(4)(0)

Sehr geehrter Herr !

Sie schweifen hier enorm vom Thema ab . Wenn wir ein Wörtchen in der Meisterschaftsfrage oder den auch relevanten 2. Platz mitreden wollen , sind die anderen Ergebnisse , seien Sie auch noch gut für uns , eigentlich ohne Belang . In erster Linie muss das eigene Team , nämlich der KSV an Struktur gewinnen, dieses auch von sich so ersehnte Ziel , nämlich die dritte Liga zu erreichen !
Schauen Sie doch nach den vergangenen Fakten : Zulezt ein Torverhältniss von 11:7 jetzt uniso 13:8 nach 8 Spieltagen dass spricht rein statistisch gesehen schon Bände !!!

P.S: Mit Ihrer Vermutung das ich überheblich bin liegen Sie völlig falsch , dass ganze wahr eine reine Festellung in der augenblicklichen Situation zum KSV Hessen Kassel !!!

quovadisksv
(9)(0)

Na toll, ihr ewig Gutdenkenden und die Mahner verachtenden Anhänger oder rosarot Vereinsblinden.

Was ist denn nun besser geworden in spielerischer Hinsicht beim KSV und wer setzt wen unter Druck? Schmeer sich selber oder das Wölfchen ihn? Sebastian kann ja keine Sicherheit erlangen und auch Tobi Damm nicht. Das Wort von der Wanderdüne bei Damm kann ich auch nicht mehr hören bzw. lesen. Das ist doch so uralt, völlig an der Realität vorbei und ich möchte diese ganzen Wanderdünenerfinder mal auf dem Platz erleben, wenn sie kaum Anspiele bekommen und dann irgendwann mal eine Zufallsflanke heranrauscht.
Ihr habt es früher oder heute doch nie drauf gehabt, sonst würdet ihr euch solches Geschwätz nicht erlauben. Sorry, aber jeder der mal gespielt hat, weiß doch wie es ist, wenn eine Mannschaft nicht funktioniert und man keine Sicherheit in seinem Spiel hat. Jeder Fehlschuss verstärkt dann den Druck. Da kann man noch so viel arbeiten und rackern, es läuft nichts zusammen. Aber wenn eine Mannschaft Gas gibt und dem Gegner zeigt, dass sie mehr läuft und die Wege zustellt und ihn unter Druck zu setzen weiß, ja dann macht´s auch Bum und alles klappt von allein. Dazu muss aber auch das Konzept des Trainers in diese Richtung gehen.

Mal so ganz nebenbei: Habt ihr gestern bei Wolfsburg in Liga 1 auch nur Wanderdünen auf dem Platz gesehen, so wie diese Stars ihre zig Chancen versemmelt haben. Und in Mainz und in Frankfurt trifft man halt die wenigen Dinger im Moment und freut sich. Leider :)
Das ist aber doch das Schöne und Faszinierende am Fußball. Er ist nicht komplett berechenbar. Es gehört einfach auch Glück dazu den Ball richtig zu treffen. Das kann man sich durch harte Arbeit verdienen, wie Pfullendorf am Spielende oder man hat es am Anfang der Saison schon wieder aufgebraucht, wie die Hessen und dann ist es halt mal vorbei mit den Duselsiegen. Denkt doch mal an die Eschbornpartie und die Unentschieden gegen Elversberg und Ulm. Da hatten die Hessen doch schon genug Glück beim Punktesammeln.
Und täglich grüßt das Murmeltier!!! Was war da noch vor zwei Jahren mit dem Glück der Hinrunde? Spielerisch oft schwach aber wenigstens effektiv in der Chancenverwertung. Da gab es aber auch zwei Stürmer in der Anfangsformation, die sich bemühten das spielerische Vakuum im Mittelfeld aufzuheben und die sich ganz in den Dienst der Mannschaft gestellt haben. Bauer und Damm haben deshalb funktioniert, weil es den beiden egal war, wer von ihnen die Tore schießt.
Das würde auch mit Schmeer und Damm klappen, aber dafür müsste erstens der vom Wölfchen konstruierte Konkurrenzkampf der Stümer endlich gekippt werden und zweitens müsste die Diskussion um Bobo Mayers zementierten Platz in der Startelf mal ernsthaft geführt werden und da traut sich wohl kein Trainer der Welt dran. Warum? Jeder macht sich halt auf seine Weise lächerlich. In diesem Punkt ist der KSV allerdings zumindest zweitligatauglich, wenn nicht sogar erstklassig nach der Saison 2010/11.

Nächster Besichtigungstermin des Trauerspiels ist wahrscheinlich am Samstag. Mein Wunsch wäre allerdings ein anderer, aber das wird mit dem Wölfchen nicht klappen. Die "sieben Geißlein" wären momentan die besseren Trainer, denn mehr als so ein Ziegengemecker sind die Ergüsse des Zampanos der Seitenlinie ja auch nicht wert. Leider!

kommander1
(8)(0)

die ansprüche sind in kassel einfach zu hoch.die realität sieht doch ganz anderst aus.jeder träumt nach über 20 jahren wieder vom profifussball in kassel.aber der ksv ist davon nicht nur sportlich lichtjahre zurück.bis auf das stadion ist doch alles sehr amateurhaft wenn man ehrlich ist.auch hat der verein seit jahren kein nachhaltiges konzept.man versucht mal dies mal das und am ende kommt nicht viel dabei raus.die grosse chance wieder höher zu spielen hat man doch schon vor jahren kläglich verpasst.jetzt muss man damit leben das viel mehr nicht mehr drin ist.für die serie gilt rutscht man weiter ab ist das stadion bald wieder leer.noch steht man aber relativ gut da.man kann nur hoffen das die mannschaft endlich wieder mehr biss zeigt.denn einen sieg muss man auch mal erzwingen können.und das fehlt beim ksv seit jahen.

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