"Wir planen nicht mehr mit ihm"

KSV Hessen Kassel: Trennung von Kapitän Becker

Getrennte Wege: Tobias Becker wird nicht mehr für den KSV spielen. Foto: Hedler/nh

Kassel. Der Kapitän muss gehen: Tobias Becker wird den Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel verlassen.

Für das Wochenende hat Tobias Cramer einen Ausflug nach Köln geplant. Zwei Tage Freizeit und Durchatmen für den neuen Trainer des Fußball-Regionalligisten KSV Hessen Kassel. Hinter Cramer liegen arbeitsreiche Tage. „Ich habe gefühlt 180 Stunden am Tag telefoniert und schon Schaum vorm Mund“, sagt der 41-Jährige.

Nachdem mit der Vertragsverlängerung von Sergej Evljushkin und dem Weggang von Torhüter Kevin Rauhut erste Entscheidungen gefallen sind, hofft der neue Trainer „dass wir bereits Mitte der kommenden Woche den Stamm des neuen Teams präsentieren können“. Fest steht, dass mit einem der wichtigsten Spieler der letzten Jahre nicht mehr geplant wird. Kapitän Tobias Becker wird die Löwen verlassen, angeblich ist er bei den SF Lotte ein Thema.

„Wir planen nicht mehr mit ihm“, bestätigt Cramer. Die Finanzen spielen da eine entscheidende Rolle. Becker passt nicht mehr ins Konzept des KSV. Nach drei Jahren bei den Löwen, in denen er zur wichtigen Säule des Teams wurde – auf dem Feld ebenso wie in der Außendarstellung – hatte der 30-Jährige zuletzt offen seine Verärgerung über wiederholt verzögerte Gehaltszahlungen geäußert und die mangelhafte Kommunikation von Vereinsseite mit den Spielern angeprangert.

Becker war es auch, der den einminütigen „Streik“ der Spieler zu Beginn des Freundschaftsspiels gegen Köln nach der Partie im Namen der Mannschaft erklärte. In den Vereinsgremien ist diese Aktion alles andere als gut angekommen. Dennoch, so war zu hören, wurde sich intensiv um Beckers Bleiben bemüht. Klar dürfte damit immer mehr sein, dass die Mannschaft beim Trainingsauftakt der Löwen am 23. Juni ein ganz stark verändertes Gesicht haben wird.

Der Waberner Fabian Korell, der als erster Neuzugang gehandelt wird, wird von Cramer noch nicht bestätigt. Er sagt aber: „Korell ist ein interessanter Spieler und hat auch im Probetraining einen guten Eindruck hinterlassen.“

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