Verein zwischen Testspiel gegen Gladbach und Ligaauftakt morgen in Pirmasens

KSV Hessen vor Regionalligaauftakt: Nach der Kür wartet die Pflicht

Alle zusammen: Die KSV-Spieler hatten beim Testspiel gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach Schwerstarbeit zu verrichten. Hier versucht Sergej Evljuskin (vorne), Raffael (links) vom Ball zu trennen. Mounir Boukhoutta (hinten) und Kapitän Tobias Damm (rechts) schauen aufmerksam zu. Foto:  Hedler

Kassel. Borussia Mönchengladbach in den Beinen, Pirmasens im Kopf: Für den KSV Hessen Kassel wird es nach dem Höhepunkt der Vorbereitung, dem Testspiel gegen den Bundesligisten, mit dem ersten Pflichtspiel in der Regionalliga am Samstag in Rheinland-Pfalz (Anstoß 14 Uhr) ernst.

Deswegen sprach KSV-Trainer Tobias Cramer nach der 1:6-Niederlage am Mittwoch von einer „vom Training her nicht glücklichen Terminierung“ dieses Freundschaftsspiels.

Nichtsdestotrotz sei die Partie gegen den Champions-League-Qualifikanten „ein absolutes Erlebnis“ gewesen, sagte Cramer kurz nach dem Schlusspfiff. „Ich bin zufrieden. Wir haben auch nach den Wechseln nicht zu sehr den Faden verloren. Aber Samstag zählt. Da müssen wir da sein. Da müssen drei Punkte her“, gab der neue Chef an der Seitenlinie die Marschroute vor.

Licht und Schatten: Gerade bei den Gegentoren in der ersten Halbzeit habe man schlecht verteidigt. Positiv seien aber die vielen, herausgespielten Chancen gewesen, sagte Cramer. Genutzt wurde davon nur eine. Neuzugang Sascha Korb verwertete eine Hereingabe von Marco Dawid in der 34. Minute und erzielte seinen ersten Treffer für den KSV. „Das war eine Erleichterung“, erzählte Korb hinterher.

Natürlich stand auch Gladbachs Trainer André Schubert in seiner Heimatstadt im Fokus. Angesprochen auf die Chancen des KSV für die kommende Saison gab der sich eher zurückhaltend: „Ich kenne die Regionalliga in diesem Jahr nicht gut genug, um das einschätzen zu können. Sie haben schon einige Abgänge zu verkraften.“

Auch Schubert hatte die Kasseler Möglichkeiten gegen sein Team aber wahrgenommen: „Das war die ein oder andere Chance zu viel, die sie gegen uns hatten“, bemerkte der 45-Jährige. Und wie war es für ihn bei der Rückkehr ins Aue-stadion? „Nicht anders als vorher. Ich freue mich über die Unterstützung der Menschen aus der Region. Danke.“

Damit aber auch genug von Mönchengladbach – was wirklich zählt, ist die Regionalliga. Und damit Pirmasens. Und in dieser Hinsicht war Co-Kapitän Frederic Brill zufrieden mit der Leistung gegen den Bundesligisten. Nur eben nicht mit der Chancenverwertung.

Einer, der in dieser Hinsicht Abhilfe schaffen könnte und auch soll, stand am Mittwoch ebenfalls auf dem Platz: Neuzugang Lucas Albrecht. Der Stürmer musste gegen Gladbach seine erste Niederlage gegen einen Erstligisten einstecken. Mit seinen vorherigen Vereinen Neustrelitz und Rostock gab es Unentschieden gegen Berlin und Stuttgart und sogar mal ein 3:0 gegen Bremen. Da sollte es in Pirmasens doch für einen Dreier reichen. Mindestens in Punkten, gerne auch in Albrecht-Toren.

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